Federer-Zwillinge So stolz sind King Rogers Mädchen

Der König des Tennis ist zurück auf seinem Thron. Roger Federer gewinnt in Wimbledon gegen Andy Murray und führt die Weltrangliste wieder an. Die Zwillinge Charlene und Myla sind beim magischen Moment ihres Vaters dabei: Pünktlich zur Siegerehrung dürfen sie zu Mama Mirka auf die Tribüne.

Als der letzte Vorhand-Passierball von Andy Murray, 25, um 18.14 Uhr Lokalzeit wenige Zentimeter neben der Grundlinie landet, fällt die ganze Anspannung ab. Roger Federer, 30, lässt sich zu Boden fallen und geniesst den magischen Moment. Erstmals nach zweieinhalb Jahren gewinnt er wieder ein Major-Turnier, erstmals seit 2009 und dem Finalsieg nach dem epischen Match gegen Andy Roddick (16:14 im fünften Satz) darf er wieder den begehrtesten Pokal im Tennis entgegennehmen. «Es ist, als ob der Pokal nie weg gewesen wäre», so Federer beim Siegerinterview.

In seiner Box tauchen auch zwei ganz besondere Gäste auf: Federers Zwillingstöchter Charlene und Myla, 2, werden unmittelbar vor der Siegerehrung von den Nannys hereingeführt und amüsieren sich bestens, als ihr Papa die Ovation und den Goldpokal entgegennimmt. Für ihn ein ganz besonderer Augenblick, hatte er doch stets gesagt, er wolle noch mindestens solange Spitzentennis spielen, bis ihn seine Töchter sehen können. «Es ist ein unglaublicher Moment in meiner Karriere und meinem Leben», so Federer zurecht stolz.

Dass Federer nun schon in Wimbledon und nach 25 Monaten wieder auf den Weltranglisten-Thron zurückkehrt, hätte im letzten Herbst wohl nicht einmal der kühnste Optimist erwartet. Er hat nun beste Aussichten, das Ranking mindestens einige weitere Monate anzuführen. Bis und mit dem US Open hat er fast viermal weniger Punkte zu verteidigen als der Serbe Novak Djokovic und verfügt zudem über so viel Selbstvertrauen wie schon lange nicht mehr.

Federer wird nun in die Schweiz zurückkehren und nach einer Ferienwoche alsbald den nächsten Höhepunkt vorbereiten. In 20 Tagen beginnt das olympische Tennisturnier. Mit einem Favoriten, der mit besten Erinnerungen an den Ort seiner grössten Triumphe zurückkehren wird: Roger Federer.

Welche Prominenten den Tennis-Krimi vor Ort verfolgten, sehen Sie in der SI-online-Bildergalerie.

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