Bastian Baker So war sein Aufenthalt in New York

Zwischen zwei Folgen von «Dance avec les stars» jettet der Westschweizer Sänger für einen Auftritt nach New York. Mit dabei war seine Familie und: seine Tanzpartnerin. Schliesslich hat sich Bastian Baker verpflichtet, täglich fünf Stunden zu trainieren.

Tänzer zu sein ist kein Zuckerschlecken. Und schon gar nicht, wenn man wie Bastian Baker eigentlich besser singen kann, als elegant übers Parkett zu schweben. Der Westschweizer Sänger stellt zurzeit Woche für Woche sein Können in der französischen Tanzshow «Dance avec les stars» unter Beweis und spult dafür ein wahres Mammutpensum ab: Er hat sich dazu verpflichtet, täglich fünf Stunden zu trainieren. Deshalb nimmt er vergangene Woche neben seiner Familie auch gleich seine Tanzpartnerin Katrina Patchett mit nach New York, wo er im Rahmen des Musikmarathons CMJ, der weltweit grössten Plattform für die Entdeckung neuer Musik, ein Konzert im «Living Room» gibt.

Es war eine schwierige Entscheidung gewesen, ob er das Angebot des Senders TF1 für die Tanzshow annehmen soll - «ein Dilemma», wie er in der aktuellen Ausgabe der «L'Illustré» sagt. Der 21-Jährige hatte Angst, den Stempel «Bastian Baker aus der Sendung ‹Danse avec les stars›» verpasst zu bekommen. Inzwischen ist er aber froh, zugesagt zu haben. Die Show sei ein künstlerisch anspruchsvolles und gleichzeitig bereicherndes Abenteuer. «Etwas, das dich auf alles, was noch kommt, vorbereitet.» Dem Publikum scheinen Bastians Tanzkünste zu gefallen: In den ersten drei Sendungen begeisterte er TV-Zuschauer und Jury gleichermassen - obwohl er eigentlich als der grosse Unbekannte der aktuellen Staffel gilt.

Auch in New York ist der Schweizer Shooting-Star, der hierzulande 40'000 Debütalben verkauft hat, ein ganz kleiner Fisch. Dessen ist sich Bastian Baker bewusst. «Wir sind nicht hier, um die Vereinigten Staaten zu erobern, das ist klar. Ich erwarte nichts.» Er verfolge aber das Prinzip, dass man überall spielen solle, wo man spielen kann. So oft wie möglich. «Erstens, weil es eine grosse Freude ist. Zweitens, weil man niemals weiss... Plötzlich hats da einen Kerl, dem es gefällt, und wir können einen weiteren Gig in den USA spielen.»

Für seinen Grossvater Alain, der aus der Schweiz angereist ist, ist der Sänger sowieso schon ein grosser Star. Der 75-Jährige vergleicht seine Laufbahn mit Eishockey, Bastians früherer Passion. «Ich sah Bastian am Caprices Festival in Crans-Montana spielen: Das war die B-Liga. Dann in Montreux, das war die A-Liga. Heute Abend wars die NHL», schwärmt er nach dem Auftritt seines Enkels. Auch Bastian geniesst sein Konzert. «Als ich im ‹Living Room› auf der Bühne stand, gabs einen kleinen Moment, in dem ich abschaltete, lachte und mir sagte: ‹Wow, Mann! Es ist ziemlich cool, was du da tust!›»

Er sieht sich als wahrer Glückspilz, ist glücklich, endlich das machen zu können, was er so liebt. Seine Strategie? Keine zu haben. Er mache alles aus dem Herzen heraus, instinktiv, sagt er. Bis anhin scheint das auch gut funktioniert zu haben. Gerade ist das Video zu seiner neuen Single «Nobody Should Die Alone» erschienen. Im Herbst 2013 soll sein zweites Album auf den Markt kommen. Und bereits am kommenden Samstag geht sein Tanz-Abenteuer weiter. In der vierten Live-Show von «Danse avec les stars» begleitet erstmals ein 40-köpfiges Symphonie-Orchester die Tanzpaare bei ihren Darbietungen.

Sehen Sie in der SI-online-Galerie Bilder von Bastian Bakers Aufenthalt in New York.

Auch interessant