Sommerserie: 26 Stars, 26 Kantone, 26 Lieblingsorte Auf grosser Fahrt mit Urs Althaus auf dem Urnersee

In der Sommerserie der «Schweizer Illustrierten» nehmen uns Schweizer Prominente mit an ihren Lieblingsort. Im Kanton Uri hat Schauspieler Urs Althaus seine Traumlandschaft zwischen Felsen und See gefunden. Er geht im kleinen Bergkanton mit viel Schweizer Geschichte(n) auf grosse Fahrt.
Urs Althaus Uri Sommerserie
© Kurt Reichenbach

Stille Weite: An Deck des Nauen, wie man hier ein Lastschiff nennt, gibt es kein Restaurant. Dafür schmeckt der Kaffee «Ürner Schwarzes» echt.

 

«Besser als ein Ausflugsdampfer! Ich bin totaler Nauen-Fan», sagt Schauspieler Urs Althaus, 61, als er an Bord des Lastschiffs «Reuss» geht. Heute will er die Grenzen seines Heimatkantons abfahren. Er schippert mit Kapitän Lukas Briker, 51, zuerst an seinem Haus, einem ehemaligen Hotel von 1874, vorbei, in dem er mit seiner Partnerin Ester Patocchi, 63, wohnt.

Vom Balkon aus sieht er seine Lieblingsberge Gitschen und Uri-Rotstock, hört oft das mächtige Dröhnen des Horns von Flüelen. Frankreich, USA, Italien - der internationale Schauspieler und Dressman ist rumgekommen. «Doch der Urnersee ist einfach der schönste der Welt.»

Urs Althaus Uri Sommerserie
© Kurt Reichenbach
Atempause: Auf dem Urnersee geniesst Urs Althaus seine Heimat. «Am See hat es immer eine frische Brise. Das tut gut.»

«Hier möchte ich alt werden»

Seit 2009 lebt er wieder in Uri, kennt hier jeden Stein, verbindet alle Orte mit Erinnerungen. «Dort badete ich als Kind mit meinem Mami», deutet er auf das heimatgeschützte Strandbad Flüelen von 1927. Beim Anblick des Ufers mit den aufragenden Felswänden bekommt er Gänsehaut, wird fast sentimental: «Hier möchte ich alt werden.»

Sonst erkundet Althaus den See eher auf Schusters Rappen. Die alte Axenstrasse gehört heute zum «Weg der Schweiz»: Man wandert durch ehemalige Strassentunnel, die trotzig in den Fels geschlagen sind. Althaus’ liebste Ziele: Schloss Beroldingen bei Seelisberg und das Schächental mit dem Stäuben-Wasserfall bei Aesch. «Dort herrscht eine starke Energie, und ich werde mit der Natur eins», sagt der Mann, der sich selbst spasseshalber als schwarzer Tell bezeichnet.

Urs Althaus Uri Sommerserie
© Kurt Reichenbach

Zukunftsblick: Im Sommer 2019 wird Urs Althaus auf dem Rütli Rossinis «Grand Opéra Wilhelm Tell» inszenieren. Jahrelang hat er dafür gekämpft.

«Wir sind ein Bergkanton mit offenem Geist»

Schon wendet das Schiff, ohne Ladung ist der 350-PS-Kahn schnell unterwegs. Bei der Rütliwiese leuchten Althaus’ Augen. Dort wird er 2019 Rossinis «Wilhelm Tell»-Oper inszenieren. Open Air für jeweils Tausende Zuschauer. «Die Bergkulisse ist das Herz der Oper.» Nahe von Seedorf gibt er dann einen Geheimtipp preis: den Sechs-Loch-Golfplatz Company Lodge in modernem Style.

Die Tour endet gesellig in der «Cantina Apertura» in Flüelen. «Wir sind ein Bergkanton mit offenem Geist», sagt der Schauspieler über seine Landsleute. Keiner diskriminierte ihn als Kind aufgrund seiner Hautfarbe. Er lacht. «Durch die Nord-Süd-Achse am Gotthard ist man ‹fremdi Fötzel› eben gewohnt.»

Drei Tipps von Urs Althaus zum Kanton Uri

Im Dossier: Weitere Prominente und ihre Lieblingsorte in der Sommerserie von SI online

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