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Seven und Co. singen Welthits

Eine Show für Madonna, Prince und Jacko

Musiker wie Anna Rossinelli, Nemo und Seven singen im Rahmen einer SRF-Show die Hits von Madonna, Michael Jackson und Prince. Uns erzählen die Künstler, was sie von den Legenden halten.

Es liest sich wie das Who is Who der Schweizer Musikszene: Künstler wie Seven (40), Philipp Fankhauser (54) und Anna Rossinelli (31) stehen auf derselben Bühne, um Hits von drei der grössten Musiker der Welt zu singen: Madonna (60), Michael Jackson (†51) und Prince (†52). Anlässlich des 60. Geburtstages, welchen die Queen, der King und der Prince of Pop dieses Jahr gefeiert hätten, lädt Sandra Studer für SRF1 zur musikalischen Tributshow.

Zu Ehren des Trios wagen sich auch James Gruntz, 31, Co Gfeller von Zibbz, 32, Noah Veraguth von Pegasus, 31, Nemo, 19, Trummer, 40, und Evelinn Trouble, 29, an die weltbekannten Songs. «Durch die Vorbereitung auf die Sendung habe ich Prince für mich entdeckt. Er war eine spannende Persönlichkeit, ein Genie», schwärmt Moderatorin Studer. «Doch am Ende gehört Michael Jackson mein Herz.»

Seven war Jackson-Imitator

Auch bei Soulmusiker Seven hat alles mit «MJ» gestartet. «Als 10-Jähriger hörte ich Off the Wall. Das war meine Pandora-Büchse.» So verdient der Luzerner sein erstes Sackgeld als Jackson-Imitator mit Handschuhen, Jacke und Hut sowie Moonwalk. «Als ich dann mit 15 Jahren Prince zum ersten Mal live sah, bin ich auch ihm verfallen und nie wieder von dem Trip heruntergekommen.»

 

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So geht es auch einigen der anderen Musikern. Anna Rossinelli schwärmt von Prince als «einen abartigen Songwriter.» Und Philipp Fankhauser bezeichnet sich gar als Prince-Fan, wenn auch mit Unterbrüchen. «Was ich an Prince mag ist, dass er wie viele meiner Idole immer stolz war, schwarz zu sein. Er war näher an der Black Music, als Michael Jackson.» 

Doch einige Lorbeeren darf Michael Jackson für sich beanspruchen. «Er und Quincy Jones haben zusammen extreme Grooves in die Musik gebracht», so Evelinn Trouble, 29. Andere Sänger hat er gar inspiriert. «Seine Refrains sind so klar gesungen und hoch, das habe ich sicher von ihm mitgenommen. Jackson hat meinen Gesang beeinflusst», so Noah Veraguth.

Und obwohl James Gruntz ohne Fernseher aufgewachsen ist, kam er dank seinen Nachbarn ebenfalls früh mit Jackson in Berührung, denn plötzlich lief bei ihnen neben dem Guet-Nacht-Gschichtlich am TV auch das Video zu «Heal The World». «MJ habe ich ‹Zügs abgeschaut, zum Beispiel wie er singt und all seine Energie investiert. Ich kenne sonst keine Künstler, die dies so getan haben.» 

Erst nach Tod wahrgenommen

Auch der Jüngste im Bund, Nemo, entscheidet sich für den King of Pop, «weil er die geilsten Songs von den Dreien gemacht hat.» Dabei nahm Nemo Michael Jackson erst durch dessen Tod wahr. «Da war ich zehn Jahre alt.» Auf der Bühne performt der Bieler jedoch «Hang Up» von Madonna im Reggae-Stil. Ein Lied, das erschienen ist, als er gerade einmal sechs Jahre alt war. 

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Ja, was ist denn nun mit der Dame im Trio, Madonna? «Bei ihr finde ich faszinierend, wie sie sich immer neu erfunden hat, auch von der Businessseite her betrachtet», so Seven. Noah Veraguth gesteht: «Madonna war bisher nicht die Musik, die ich jeden Morgen beim Duschen gehört habe.» James Gruntz mag einfach die Art nicht, wie die Pop-Diva singt. «Aber ich habe einmal eine Basslinie aus dem Song Hang Up von ihr verwendet. Ja, zum Stehlen ist sie mir gut genug gewesen.» 

Show-Hinweis: Prince, King and Queen of Pop – die Influencer der Achtzigerjahre, 26. Dezember (18.10 Uhr, SRF 1)

Von Aurelia Robles am 26.12.2018