Comedy-Premiere Stefan Büsser über Debüt: «Katastrophale Vorstellung!»

Der Radiomoderator zeigte am Mittwochabend zum ersten Mal sein Bühnenprogramm als Comedian. Unter den Gästen im Zürcher Kaufleuten: Kollegen wie Claudio Zuccolini, Fabian Unteregger und Mentor Roman Kilchsperger. Was die Profis vom jungen Wilden halten, SI online hat nachgefragt.

«Stirb, du Macho-Arschloch!» Bereits nach 10 Minuten seines Bühnenprogramms wird Comedian Stefan Büsser von einer Frauenrechtlerin «erschossen». Mit seiner Show «Der Büsser» feierte der Radiomoderator, der sein Glück schon bei «Die grössten Schweizer Talente» versuchte, am Mittwochabend im Zürcher Kaufleuten Premiere. Und er liess mit seinen 26 Jahren keinen verbalen Tiefschlag aus. Frauen, Gott, ÖV, Ausländer - sie alle mussten im knapp zweistündigen Programm dran glauben.

Nach seinem «Tod» verbringt Büsser in seiner Show die restliche Zeit mit Vorbereitungen für den Himmel und erhält für sein Debüt Unterstützung von prominenten Gästen. An vorderster Front dabei: seine Familie, die «sehr stolz» auf den Sohn ist. Überrascht von den derben Sprüchen ist nicht einmal seine Mutter: «Er ist auch sonst so». Auch Radiokollege und Mentor Roman Kilchsperger ist zufrieden mit Büsser. Er habe seine Erwartungen übertroffen, aber: «Er hat gefühlte 852 Mal Scheisse gesagt, das muss ich ihm noch austreiben», sagt er zu SI online. «Die grössten Schweizer Talente»-Moderatorin Andrea Jansen hingegen stört sich überhaupt nicht an den deutlichen Worten: «Die Sprüche, die in die niedersten Regionen gehen, finde ich meistens am lustigsten.»

Büsser selbst sieht das genauso: «Die Frage ist ja immer: Wo fängt die Gürtellinie an? Wenn jemand findet, das geht gar nicht, dann sorry. Aber ich bin nicht sonderlich frech.» Und wie fühlt sich der direkte Vergleich mit einem gestandenen Comedian wie Claudio Zuccolini - die beiden haben den gleichen Autor - an? «Zuccolini ist der George Clooney der Comedy-Szene, ich bin im besten Fall Justin Bieber», stellt er fest. Auch sonst beurteilt sich Büsser gerne selbst - und er wünscht sich Negativschlagzeilen. Sein Vorschlag für den Titel des SI-online-Artikels: «Eine katastrophale Vorstellung!»

Auch interessant