Sommerserie: 26 Stars, 26 Kantone, 26 Lieblingsorte Mit Stefanie Heinzmann fliegend übers Wallis

In der Sommerserie von SI online nehmen uns Schweizer Prominente mit an ihren Lieblingsort. Im Pop-Business ist Stefanie Heinzmann seit zehn Jahren eine Überfliegerin. Nun hat sie sich auch real in die Luft getraut! Vom Gleitschirm aus zeigt die Sängerin ihren Heimatkanton: das wunderschöne Wallis.

Was ist denn mit Stefanie Heinzmann, 28, passiert? Als die Sängerin nach dem morgendlichen Gleitflug im Tandem-Gleitschirm, den Helm auszieht, kommt ein weisslicher Haarschopf zum Vorschein. «Einmal mit mir geflogen, schon bist du ergraut», scherzt Raoul Geiger, 37, Fluglehrer ihres Vertrauens. Stefanie lacht. Nein, am Flug kanns nicht liegen. «Ich befürchtete, dass es turbulent wird. Aber es war der pure Frieden. Gehn wir nochmal?» Natürlich! 

Stefanie Heinzmann Sommerserie Gleitschirm Wallis
© David Birri

Angefixt! Nach dem Töff-Schein, mit dem sie Furka und Simplon «embrüf» fährt, kann sich Stefanie vorstellen, auch das Gleitschirm-Brevet zu machen.

 

Von Landeplatz neben der Talstation Blatten bei Naters VS gehts mit der Gondel direkt wieder hoch auf die Belalp. Der zweite Flug soll länger dauern, über Aletschgletscher, Massaschlucht und Riederalp bis hinter den Migros-Parkplatz. «Und wenn du magst, machen wir zusammen noch eine Spirale.» Bei jedem anderen würde Stefanie dankend ablehnen. «Aber dem Geigi vertrau ich! Er ist eine Luft-Ballerina. Mit dem macht das sicher ends Spass!» 

Vom Primar- zum Fluglehrer 

 

Geigi hat die Luft im Blut. Seinem Grossvater Hermann Geiger war Flugrettungspionier und Mitgründer der Air Glacier. Sein Vater war Helimechaniker. Raoul, eigentlich Primarlehrer, entdeckte mit 16 den Gleitschirm. Der Inhaber der Flugschule Airvolution in Brig kommt mittlerweile auf 7000 unfallfreie Flüge.

Stefanie Heinzmann Sommerserie Gleitschirm Wallis
© David Birri

Bergkind: Die Walliserin braucht Felswände um sich. «Das gibt mir ein heimeliges Gefühl.»

Nun kommt ein weiterer dazu. Gestartet wird - nach Kaffee und Nussgipfel - direkt neben der Bergstation Belalp. Während Geigi den rund 40 m2 grossen Schirm zwischen neugierigen Kälbern ausbreitet und den Gurt bereit legt, zieht Stefanie die Daunenjacke über - dabei zeigt das Thermometer bereits über 20 Grad an! «Die Thermik ist optimal heute. Wir können bis zu 3000 Meter hoch steigen, da oben wirds kühl.» An Wochenenden wäre für Profis sogar eine Flughöhe von 4600 Metern erlaubt. «Dann kriegen wir mit einem Start vom Hohstock sogar eine Höhendifferenz von 2400 Metern hin» sagt Raoul. «Das ist vielleicht kein Rekord.» - «Aber galaktisch», ergänzt Stefanie. 

Stefanie will auf keinen Fall von ihrer schönen Heimat weg

 

Los gehts! Zwei, drei Startschritte machen die beiden bergab, schon heben sie ab - so stark treibt die vom Boden erwärmte Luft schon hoch! Nach wenigen Metern kreuzen sie einen Vogel auf Augenhöhe und drehen mit ihm in der Thermik. «Vorsicht, in der Luft gilt Rechtsvortritt!», klärt Geigi Stefanie auf. 

Stefanie Heinzmann Sommerserie Gleitschirm Wallis
© David Birri

Liebeslied an die Heimat: «Mit meiner ersten Band habe ich sogar mal einen Song übers Wallis komponiert!» Mittlerweile ist Heinzmann seit zehn Jahren im Popbusiness. Nächstes Jahr folgt ein neues Album. 

Dann kommt schon die Aletsch-Arena zum Vorschein und im Süden erhebt sich imposant das Matterhorn. «Mein Manager hat mich immer wieder gedrängt, nach Deutschland zu ziehen. Also lud ich ihn zu mir ein und zeigte ihm meine Heimat. Die Natur. Meine Freunde. Und gleich ums Eck Zermatt, dieser völlig andere Planet. Da hat er verstanden, wieso ich hier nicht weg will


Drei Tipps von Stefanie Heinzmann zum Kanton Wallis


 

 

Im Dossier: Weitere Prominente und ihre Lieblingsorte in der Sommerserie von SI online

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