«Das persönliche Interview» mit Stéphanie Berger «Liebe ist immer etwas Gutes»

Mit 17 erobert Stéphanie Berger erstmals die Bühne - als Miss Schweiz. 21 Jahre später steht sie immer noch dort - und sorgt aktuell mit ihrer Show «Höllelujah!» für Lacher. Todernst wird die alleinerziehende Mutter beim Thema Liebe. Ihren Traum vom Traummann hat sie endgültig begraben.
Stéphanie Berger Ex-Miss-Schweiz Komikerin
© RDBBlick/Stefano Schröter

Stéphanie Berger ist seit kurzem wieder Single.

Stéphanie Berger, welchen Wunsch haben Sie endgültig begraben?
Den Traum von der grossen Liebe.

Angenommen, der liebe Gott würde Sie neu designen: Mit den Eigenschaften welcher Berühmtheiten soll er Sie erschaffen?
Da fällt mir niemand ein. Ich bin ich und mit mir im Reinen.

Welche Bücher haben Ihr Leben massiv beeinflusst?
Das Telefonbuch und das «Dschungelbuch».

Welche Pille gehört erfunden?
Eine gegen Oberflächlichkeit und Egoismus.

Welches Gemüse sollte verboten werden?
Ich bin eine Geniesserin und finde, alles, was naturbelassen ist, hat seine Berechtigung.

Was für eine Frucht wären Sie?
Je nach Jahreszeit eine Beere oder Zwetschge.

Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären?
Das Jahr fing ruhig an, ich freue mich aber wieder auf Vollgas.

Was in Ihrem Alltag müssten Sie aus ökologischer Sicht dringend verändern?
Ich versuche bereits jeden Tag unserem ökologischen Gleichgewicht Sorge zu tragen. Ich lasse Wasser nicht unnötig lange laufen, lösche Lichter, die nicht benötigt werden, verzichte auf den Standby-Modus bei elektrischen Geräten und entsorge intelligent. Autofahren versuche ich ebenfalls zu reduzieren, was in meinem Beruf nicht so einfach ist. Zum Glück bin ich mit einem sehr ökologischen Volvo unterwegs.

Ich bin sehr fit und trage meinem Körper Sorge

Als Sie Kind waren, was hat Ihre Mutter Ihnen da immer gesagt?
«Liebe ist immer etwas Gutes. Was du daraus machst, liegt in deinen Händen.»

Wann verschenkten Sie zuletzt etwas Selbstgebasteltes?
Einen Scherenschnitt - für meinen Sohn Giulien.

Wo am Körper tuts Ihnen weh?
Nirgends! Ich bin sehr fit und trage meinem Körper Sorge.

Sie dürfen Ihren Wohnort neu designen. Aus welchen Städten, Dörfern und Landschaften setzen Sie ihn zusammen?
Ein bisschen Zürcher Altstadt mit der Flaniermeile von Locarno, inklusive Klima und See. Dazu ein paar Berge und Wanderwege aus dem Wallis - und den Schlittelweg von Grindelwald.

Haben Sie ein schlechtes Gewissen, wenn Sie den Teller nicht leer essen?
Jedes Mal! Ich lasse mir Reste auch oft für zu Hause einpacken.

Was für ein Hintergrundbild hat Ihr Smartphone?
Ein aktuelles Foto meines Sohnes. Es gibt nur wenige schöne, weil er oft Grimassen macht.

Haben Sie einen Organspendeausweis?
Ja. Und ich finde: Nehmt, was ihr gebrauchen könnt!

Welche Musik soll an Ihrer Beerdigung gespielt werden?
Zuerst «Atemlos» von Helene Fischer, gefolgt von den Fantastischen Vier mit «Sie ist weg» und als Krönung CC Top mit «Woke Up with Wood». Das passt.

Haben Sie ein Tattoo?
Ja! Am Handgelenk steht «Danke» drauf. Für mich ist Dankbarkeit eine Lebenseinstellung.

Ich fuhr kürzlich rückwärts nach Zermatt, um Kilometer zu sparen

Können Sie sich vorstellen, Sterbehilfe in Anspruch zu nehmen?
Jederzeit! Wenn ich eine Krankheit hätte, von der ich wüsste, dass ich nur noch dahinsieche, würde ich die Chance wahrnehmen.

Über welche Tat oder Aussage von Ihnen wird man noch lange nach Ihrem Ableben reden?
Ein Spruch aus meinem Bühnen-Programm: «Viele Frauen tragen Leggins, aber nicht alle haben Platz darin.»

Die bisher beste Idee Ihres Lebens?
Mein Sohn.

Und die dümmste?
Ich fuhr kürzlich rückwärts nach Zermatt, um Kilometer zu sparen.

Welche Ihrer Eigenschaften möchten Sie Ihrem Sohn vererben?
Anstand, Respekt, Freundlichkeit und Empathie. Aber auch, sich nicht alles gefallen zu lassen.

Falls Ihr Leben verfilmt wird, welche Schauspielerin soll die Hauptrolle spielen?
Johnny Depp. So könnte ich ihn endlich mal kennenlernen.

Als Sie 16 Jahre alt waren, wie sah da Ihr Zimmer aus?
Aufgeräumt - an der Wand Poster von New Kids on the Block, Backstreet Boys, David Hasselhoff und Don Johnson.

Der beste Ratschlag, den Sie je bekommen haben?
«Probiere, mehr Leichtigkeit in dein Leben zu bekommen.» Aber es fällt mir schwer, ihn umzusetzen.

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Tom. Andi. Manu. Dani. Wer war jetzt der Erste? Im Ernst: Er hiess Pino, ein ganz herziger Italiener.

Wer ist Ihre beste Freundin?
Yvonne. Wir teilen die gleiche Lebenssituation.

Über welches Geschenk haben Sie sich zuletzt gefreut?
Frölein Da Capo, Irene Brügger, macht so tolle Necessaires. Als ich eines sah bei ihr, sagte ich: Wow! Sie hat mir daraufhin eines genäht und zu Weihnachten geschickt.

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