Stress im intimen Interview «Mit Boxen & Yoga bekämpfe ich meine Wutausbrüche»

Wenn er sich aufregt, fliegen schon mal die Fetzen: Stress bezeichnet sich selbst als extrem aufbrausenden und besitzergreifenden Menschen. Wie sich das äussert, was er dagegen tut und wie seine Freundin Ronja Furrer damit umgeht, erzählt der Musiker im Gespräch mit der «Schweizer Illustrierten».
Stress (Freundin Ronja Furrer) beim Yoga
© Kurt Reichenbach

Macho macht die «Krähe»: Rapper Stress beim Yoga in Zürich.

Ein Bandscheibenvorfall und die Trennung von Melanie Winiger, 36, zwangen den Musiker vor rund vier Jahren in die Knie. Stress, 37, musste sein Leben neu ordnen, es vor allem wieder in den Griff kriegen. Sein Ausweg: eine Psychotherapie. «Ich hatte viel zu verarbeiten», weiss er heute. Im intimen Interview mit der «Schweizer Illustrierten» blickt der Lausanner Musiker auf seine schwierige Lebensphase zurück. Und er sagt: «Ich empfehle jedem, eine Therapie zu machen. Man lernt sich selber und sein Umfeld besser kennen.»

Auch Boxen half in dieser schweren Zeit, Winiger brachte ihn dazu. Ausserdem Yoga. Vordergründig habe er damals wegen seines Rückens damit begonnen, «aber angeschlagen war meine Psyche», sagt Stress. «Ich war ständig unterwegs, Auftritte, Aufnahme, Interviews, war total fokussiert auf meine Karriere und auf mich selber. Und in meiner Ehe war ich oft unglücklich. Ich war völlig festgefahren, konnte mich auf nichts einlassen - c'était impossible!»

Die beiden Sportarten praktiziert er bis heute. Beim Boxen kann er Dampf ablassen, beim Yoga seine Emotionen kanalisieren. Denn Stress ist ein Mensch mit zwei Gesichtern: Die meisten kennen ihn als Rap-Star auf der Bühne. Privat ist er nachdenklich, wirkt fast schon schüchtern. «Das alles bin ich», stellt er klar. «Ich bin extrem impulsiv, gehe sehr schnell von null auf hundert.» Wie sich das äussert? «Ich schreie herum, zerschlage Gegenstände, auch mein Handy - wobei das schon lange nicht mehr vorgekommen ist. Jetzt habe ich alles unter Kontrolle.» Aber: Es sei ein «riesiger Effort» für ihn, nicht zu explodieren, ruhig zu bleiben.

Auch als «100 Prozent Macho» bezeichnet er sich selbst. Und als «besitzergreifend». Für den Rapper, der er seit 2012 mit Topmodel Ronja Furrer, 23, liiert ist, ist klar: «Ronja gehört mir. Und ich gehöre Ronja.» Bis jetzt laufe es gut so. Ihre Fernbeziehung - er lebt in Zollikerberg, sie in New York - sei trotzdem nicht immer einfach. Kommunikation ist das A und O. «Wir müssen aufpassen, dass es keine Dramen gibt. Die sind auf Distanz noch schwieriger zu lösen.»

Was Stress zu den Babyplänen mit Ronja Furrer verrät, wie sein heutiges Verhältnis zu Melanie Winiger ist und weitere exklusive Bilder: In der neuen «Schweizer Illustrierten» Nr. 11 - ab 9. März am Kiosk, auf Ihrem iPad oder im eReader.

Rapper Stress (Freundin Ronja Furrer) beim Boxen
© Kurt Reichenbach

Das Boxen ist ein Ventil für Stress. «Es ist für mich ein riesiger Effort, nicht zu explodieren, ruhi zu bleiben.»

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