«Reality Queens» Sunny & Co.: Zu langweilig fürs Fernsehen

Nach nur drei Folgen müssen die «Reality Queens auf Safari» ihre Koffer wieder packen und Afrika verlassen. Am Donnerstagabend zeigt ProSieben das Finale mit Lipgloss-Sunny und Co. Die ehemalige Schweizer Bachelor-Kandidatin verrät im Gespräch mit SI online, wer wirklich für die schlechten Quoten der «Reality Queens auf Safari» verantwortlich ist.
Sunny Reality Queens abgesetzt
© ProSieben/Guido Ohlenbostel

Enttäuscht über die Absetzung: Sunny S. Woodpecker, bekannt aus der Schweizer Bachelor-Sendung.

Deutlich mehr Zuschauer als 1.1 Millionen wollte ProSieben vor den Fernseher locken. Jetzt hat der Sender das vorzeitige Aus der TV-Show «Reality Queens auf Safari» bekannt gegeben. In fünf Folgen hätte das Reality-Format ausgestrahlt werden sollen, nach drei ist nun bereits Schluss. Die miesen Quoten sollen hauptverantwortlich sein, dass am Donnerstag bereits das Finale in einer XXL-Version gezeigt wird. Kandidatin Sunny S. Woodpecker ist enttäuscht: «Ich finde es schade, dass es vorzeitig beendet wird», sagt die 23-Jährige im Gespräch mit SI online.

Das geringe Interesse an der Show lässt sich für Sunny leicht erklären. Der Sender RTL hat nur wenige Wochen zuvor ebenfalls zwölf halbprominente Frauen in die Wüste Afrikas geschickt - «Wild Girls» hiess das Format. «Die Zuschauer haben wohl gedacht, dass wir eine billige Kopie sind. Dabei sind wir das Original - nach dem Vorbild aus den Niederlanden.» Sie ist überzeugt, wäre ihnen RTL nicht zuvorgekommen, hätten die «Reality Queens» auf ProSieben voll eingeschlagen. Das Finale im XXL-Stil habe aber auch Vorteile: Alle Highlights der Sendung werden nun in einer einzigen langen Folge gezeigt.

Neben den Quoten wird gemunkelt, dass die Kritik zahlreicher Entwicklungsorganisationen ihre Wirkung gezeigt hat. In einem offenen Brief an den Privatsender, forderten vergangene Woche 22 karitative Einrichtungen die Einstellung der Show um die zwölf C-Prominenten. «Das Format der Sendung verstärkt allgemeinverbreitete Stereotype gegenüber dem ostafrikanischen Land Tansania, schürt gängige Vorurteile und stellt die Menschen des Landes in einer rassistischen und diskriminierenden Form dar», heisst es in dem Schreiben. Anschuldigungen, die die ehemalige Bachelor-Schweiz-Kandidatin nicht verstehen kann: «Das stimmt nicht. Wir haben uns mit ihrer Kultur beschäftigt und uns angepasst. Wir haben ihr Essen gekocht, ihre Kleider getragen, sie respektiert.» 

 

Reality Queens: Sunny S. Woodpecker
© ProSieben/Guido Ohlenbostel

Sie hat sich die Hände dreckig gemacht und geschufftet wie ein Tier: Sunny S. Woodpecker beim Hausbau.

Jetzt ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen. Das Blondes-Dummchen-Image will sie nämlich loswerden. «Ich möchte ernst genommen werden», sagt sie, «als Model, als Musikerin und als Karrierefrau.»

Das «Reality Queens»-Finale läuft am Donnerstag, 20.15 Uhr, auf ProSieben.

Reality Queens 2013: alle Kandidatinnen
© ProSieben / Guido Ohlenbostel

Das Abenteuer ihres Lebens nimmt ein frühzeitiges Ende für die Teilnehmerinnen: Julia Fljat, Micaela Schäfer, Bettie Ballhaus, Janina Youssefian, Sunny S. Woodpecker, Gabby De Almeida, Sabrina Lange, Tialda van Slogteren, Tessa Bergmeier,  Nina Kristin, Nancy Senga und Kelly Trump (v.l.n.r.).

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