14 Jahre nach der Tumor-Erkrankung So hat Tanja Gutmanns Schicksal ihr Leben verändert

An Weinachten 2002 erhielt Tanja Gutmann die Schockdiagnose. Inzwischen hat die Ex-Miss-Schweiz Frieden geschlossen mit dem Schicksal und ist sogar froh, es erlebt zu haben. 
Tanja Gutmann im Garten
© Fabienne Bühler

Tanja Gutmann schreibt ein Buch über ihren Tumor und das Leben danach - eine Mischung aus Ratgeber und Erlebtem.

Sie hatte Depressionen und dachte an Suizid. «Ich verlor völlig das Vertrauen in meinen Körper. Ich wollte nur noch schlafen und verspürte eine tiefe Traurigkeit», sagt Tanja Gutmann im «SonntagsBlick» über die Zeit nach dem 24. Dezember 2002. Damals diagnostizierten Ärzte bei ihr einen gutartigen Hirntumor, der zwei Tage später entfernt wurde. Nach der Operation fiel sie in ein Loch: «Ich dachte teilweise, es wäre viel angenehmer, wenn ich tot wäre.»

Heute weiss die 39-Jährige: «Ich bin dankbar, dass ich den Tumor hatte. Er hat mir ein neues Bewusstsein für das Leben gegeben.» Ein Leben, das sie momentan als Single-Mutter bestreitet. Gutmann lebt seit bald einem Jahr von Siro Micheroli, 42, getrennt. Eigentlich wollten die beiden nach der Geburt ihres Kindes Ian, 2, heiraten. Jetzt ist alles anders: Eine Hochzeit gibt es nicht und Micheroli ist bereits ausgezogen. 

Durch das Erlebte ist Gutmann glaubwürdig

Über ihre Krankheit schreibt Gutmann nun ein Buch. «Dem Leben so nah wie nie zu zuvor - wie der Tumor mich stärker machte» heisst es. Ihr Ziel: dem Leser Mut machen «und ihm zeigen, dass in jeder Situation etwas Gutes steckt», aus der man Kraft schöpfen könne. 

Gutmann hat die schwierige Zeit nach der OP dank Mentalübungen überwunden und angefangen, anderen Menschen als Hypnosetherapeutin zu helfen. Für diesen Job kommt ihr die Erfahrung zugute. «So viele Menschen vertrauen mir seither ihre Sorgen an, durch das Erlebte bin ich glaubwürdig.»

Tanja Gutmann Baby Ian Enea Geburt Wehen Familie Siro Micheroli
© Fabienne Bühler

Leben getrennt: Tanja Gutmann und Siro Micheroli. 

Auch interessant