«TVOS» Der Grossneffe von Al Green will die Coaches begeistern

Eigentlich lebt der Berufsmusiker seit über zehn Jahren in Deutschland, doch er ist ein grosser Schweiz-Fan! Bei «The Voice of Switzerland» will es Will Green wissen: Er stellt sich am Mittwoch den Coaches, weil er sich endgültig im Musikbusiness etablieren möchte.
The Voice of Switzerland 2014, Staffel 2, Kandidat Will Green
© SRF

Die Live-Performance sei seine Stärke, sagt Will Green. «Neben der Bühne bin ich viel zu schüchtern.»

Die Gene in dieser Familie haben vorherbestimmt, dass der 43-jährige Will G., wie er sich nennt, Musiker wird. «Meine Familie besteht aus über 300 Personen - manche habe ich nie kennengelernt. Viele sind musikalisch tätig und singen vorwiegend Gospels», sagt er im Gespräch mit SI online. Sein wohl berühmtestes Familienmitglied ist Albert Green, 67, - besser bekannt als Al Green. Der ist nämlich sein Grossonkel. «Als Kind und Teenager habe ich ihn oft gesehen, doch heute habe ich keinen direkten Kontakt mehr zu ihm.» Will G. und sein Bruder möchten ihn aber demnächst bei einem seiner Konzerte besuchen. «Ich bin gespannt auf das Wiedersehen.»

Ob er ihm dann auch von seiner Teilnahme bei «The Voice of Switzerland» erzählt? Immerhin tritt der gebürtige Amerikaner am Mittwoch, 5. März, bei den Blind Auditions an. Aufgeregt ist er nicht. Schliesslich hat Will G. Erfahrung als Musiker: Er trat in den 90er-Jahren bei Stars wie den Backstreet Boys, N'Sync, Tic Tac Toe, P. Diddy oder Usher als Voract auf und kennt die Szene bestens. Er war sogar einmal in den Charts vertreten - mit A.K. Swift und dem Song «Light In Me».

Auch heute arbeitet er noch als Berufsmusiker. Das seit über zehn Jahren in Deutschland lebende Talent performt als Solokünstler regelmässig in Europa, ab und zu gar in den USA. Wäre denn «The Voice of Germany» keine Option gewesen? «Für mich kam eine Teilnahme in Deutschland nicht infrage, da ich Leute aus der Jury von früheren Zeiten kenne», so sein Argument. Zudem sei er ein grosser Fan der Schweiz. «Ich mag das Land und die Leute sehr.»

Ob die Coaches ihn auch mögen werden? Will G. hat schon eine genaue Vorstellung, wer ihm am meisten zusagen würde, denn er hat sich genau informiert. «Stress und Philipp Fankhauser wären meine Favoriten», verrät der 43-Jährige. «Stress, weil ich gehört habe, dass er die Leute bis zum Limit pusht und ich gerne bereit bin, Neues zu lernen, und Philipp, weil ich ein grosser Fan von Soul und Blues bin und gerne einmal mit ihm zusammen performen würde.»

Das Performen liege ihm nämlich. «Ich glaube, ich bin ganz gut darin, Menschen mitzureissen und sie mit einem Song emotional abzuholen.» Seine Schwächen kennt der Musiker aber ebenfalls. Neben der Bühne ist Will G. nämlich richtig schüchtern. Das sei auch der Grund, weshalb er seine guten Kontakte im Musikbusiness viel zu wenig genutzt habe. «Ich bin einfach zu zurückhaltend.»

Vielleicht hat er sich deshalb auch nicht selbst zum Casting von «The Voice of Switzerland» angemeldet. Das hat seine Freundin Juliane Kremer, 38, übernommen. Erst als die Einladung zum ersten Vorsingen kam, hat sie ihren Partner informiert. Sie ist nicht nur seine Lebensgefährtin, sondern seine rechte Hand. Sie kümmert sich um seine Bookings und alle administrativen Arbeiten. «Wir sind seit über zehn Jahren ein Team», sagt Juliane. «Aus der gemeinsamen Arbeit wurde irgendwann eine Beziehung.» Sie gibt ihm Halt, wenn er in den Blind Auditions um einen Platz in den Teams singt. «Meine Freundin wird wahrscheinlich wie ein ganzes Cheerleader-Team am lautesten klatschen, wenn ich an der Reihe bin», sagt Will G. lachend.

Werden auch die Coaches applaudieren und ihn mit in die nächste Runde nehmen? Sie werden es sehen, am Mittwoch, 5. März 2014, um 20.10 Uhr, auf SRF 1.

Alle Artikel zu «The Voice of Switzerland» finden Sie im grossen Dossier von SI online.

Auch interessant