«TVOS» So stehen die Chancen von Fankhausers Team

Jeder Coach geht mit je drei Kandidaten in die erste Live-Show von «The Voice of Switzerland». Musiker und Produzent Chris von Rohr nimmt für die «Schweizer Illustrierte» alle zwölf Talente unter die Lupe. Den Anfang machen Peter Brandenberger, Will G. und Maxim Essindi aus dem Team von Philipp Fankhauser.
Peter Brandenberger, Will G und Maxim Essindi
© Geri Born

Die drei Finalisten aus dem Team von Philipp Fankhauser: Peter Brandenberger, Will G und Maxim Essindi (v.l.).

PETER BRANDENBERGER, 39
Beruf: Primarlehrer
Wohnort: Diessenhofen TG
Chris von Rohrs Urteil: Warum gerade Peter im Final ist, kann ich nicht richtig nachvollziehen. Pseudoraue, gekünstelte Stimme im leider zu oft ghörten Marlboro-Touch. Wir in Solothurn würden sagen: ein weiterer singender Lehrer. Die Frage ist doch: Wer soll denn seine CD kaufen? Genau das ist der Punkt. Wer - ausser seiner Familie und das engste Umfeld? Es erstaunt mich, dass überhaupt jemand der Coaches für ihn den Buzzer gedrückt hat. Sicher ein ehrlicher, sympathischer Dude - aber mal Klartext: Die Konkurrenz bei «The Voice of Switzerland» bewegt sich auf einem anderen Level - um einiges höher, vom Gesang wie auch vom Auftreten her.

WILL G., 43
Beruf: Sänger und Entertainer
Wohnort: Wiesbaden (D)
Chris von Rohrs Urteil: Eine echt grosse Hammer-Soulstimme, die mächtig für Stimmung sorgt. Doch wieder: Wer soll das, neben all den schwarzen Grössen, die im Regal stehen, kaufen? Scheinbar schaffte es der sympathische 43-Jährige bis anhin nicht, als Profimusiker - sei es in Deutschland oder hier - mit einem eigenen Song zwingend auf sich aufmerksam zu machen. Aber auf die Bühne gehört er definitiv! Ich sehe Will G, der ein Grossneffe der Soullegende Al Green ist, klar als Sänger in einer Live-Band. Er würde sogar auch Philipp Fankhauser für ein paar Einlagen gut tun, um dessen Blues-Set etwas aufzupeppen. Da rappelt es aber im Karton - pack zu Philipp!

MAXIM ESSINDI, 28
Beruf: Finanzdienstleister
Wohnort: Zürich
Chris von Rohrs Urteil: Sicher eine Stimme, die sich absolut hören lassen kann. Der Mann verbreitet Freude und Leidenschaft. Man merkt, dass Maxim schon jahrelang als Musiker unterwegs ist. Eine gewisse Leichtigkeit und Routine ist klar spürbar. Aber ich denke, seine Chancen als Vocal-Coach, wie er es bei der SRF-Dokusoap «Chor auf Bewährung» war, sind definitiv grösser als jetzt noch selbst eine Karriere als Sänger zu starten. Dazu fehlt dann doch einiges. Wenn man durch Amerika reist, singt in jeder dritten Holiday-Inn-Bar ein Dude seines Kalibers. Grossen Spass zuzuhören macht es trotzdem und als Finanzdienstleister ist der 28-Jährige sicher auch eine Wucht.

Wie sich die Gesangstalente aus dem Team von Philipp Fankhauser in den Live-Shows schlagen sehen Sie bei «The Voice of Switzerland», samstags um 20.10 Uhr, auf SRF1.

Im Trailer gibts schon einen Vorgeschmack:

Alle Artikel zu «The Voice of Switzerland» gibts im grossen Dossier von SI online.

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