«TVOS» So stehen die Chancen von Marc Sways Team

Jeder Coach geht mit je drei Kandidaten in die erste Live-Show von «The Voice of Switzerland». Musiker und Produzent Chris von Rohr nimmt für die «Schweizer Illustrierte» alle zwölf Talente unter die Lupe. Den dritten Teil machen Tiziana Gulino, Stefania Pagano und Brendon Schoen Johnson.
Tiziana Gulino, Stefania Pagano und Brendon Schoen Johnson
© Geri Born

Die drei Finalisten aus dem Team von Marc Sway: Tiziana Gulino, Stefania Pagano und Brendon Schoen Johnson (v.l.).

TIZIANA GULINO, 17
Beruf: Angehende Fachfrau Gesundheit
Wohnort: Dielsdorf ZH
Chris von Rohrs Urteil: Definitiv ein Ausnahmetalent. Mit welcher Unbeschwertheit Tiziana auf der Bühne singt, ist eine echte Seltenheit. Ja, man muss sagen: eine Sensation! Ich kenne ihre Geschichte nicht, aber offenbar schreibt die 17-Jährige auch schon an eigenen Songs. Mit solch einer Gabe müsste sie einfach den musikalischen Weg einschlagen. Auch wenn viele Leute aus dem Musikbusiness vielleicht sagen, dass die Szene keinen weiblichen Meat Loaf braucht. Falsch! Wir brauchen Schwärme von solch natürlichen Frohnaturen. Andere Figuren als die stromlinien-gebotoxten-pseudo-Schönmenschen, die keine Seele haben. Einfach dranbleiben, Tiziana!

STEFANIA PAGANO, 33
Beruf: Empfangsdame
Wohnort: Basel
Chris von Rohrs Urteil: Eine Stimme, die mir instinktiv gefällt, weil sie roh, rockig, kraftvoll und reibeisenmässig daherkommt - um mal nicht das Wort «dräckig» zu strapazieren. Den unwiderstehlichen Touch hat sie in den hohen Lagen, da ist sie meiner Meinung nach weltklasse. Stefania könnte auch das Telefonbuch von Solothurn singen, es würde sich prickelnd anhören. Nur mit ihrem Körper müsste die Waage noch etwas arbeiten. Dass sie die Musik zu ihrem Beruf machen will, hat sie trotz dieser enormen Stimme leider in den letzten Jahren nicht ganz bewiesen. Das mag viele Gründe haben, aber irgendwie unverständlich bei diesem Talent.

BRENDON SCHOEN JOHNSON, 26
Beruf: Musikstudent
Wohnort: Dübendorf ZH
Chris von Rohrs Urteil: Eine extrem soulige, facettenreiche, warme Stimme. Brendon singt mit Leichtigkeit, Treffsicherheit und viel Ausdruck. Was mir auch gefällt, ist seine Körpersprache. Das fehlt den meisten anderen Kandidaten. Trotzdem könnte es später schwierig werden. Viele junge Schweizer Künstler wählen den Soul- und R’n’B-Weg. Das ist schön, aber noch keine hiesige Plattenfirma hat es je geschafft, einen Volltreffer auf diesem Gebiet zu landen. Das Problem: Der 26-jährige Musikstudent mit südafrikanischen Wurzeln konkurriert mit den allerbesten der Welt. Trotzdem: Geh Deinen Weg, Brendon. Du bist aussergewöhnlich... sensationell!

Wie sich die Gesangstalente aus dem Team von Marc Sway in den Live-Shows schlagen sehen Sie bei «The Voice of Switzerland», samstags um 20.10 Uhr, auf SRF1.

Im Trailer gibts schon einen Vorgeschmack:

Alle Artikel zu «The Voice of Switzerland» gibts im grossen Dossier von SI online.

Auch interessant