Der Terror trifft Sandra Studers zweite Heimat Barcelona «Jetzt raubt es mir den Atem»

Barcelona ist Sandra Studers «Herzensstadt». Ihr Mutter ist von dort, noch immer hat die TV-Moderatorin viele Verwandte in der katalonischen Hauptstadt. Der Terroranschlag vom Donnerstagabend macht sie deshalb besonders betroffen, wie sie im Gespräch mit SI online sagt.
Sandra Studer
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Sandra Studer will sich vom Terror keine Angst machen lassen.

«Es ist schon verrückt, was es mit einem macht, wenn der Terror plötzlich so nah ist», sagt Sandra Studer, 48. Dieses Mal traf es Barcelona, die zweite Heimat der Moderatorin. Am Donnerstagabend fuhr ein Lieferwagen in eine Menschenmenge auf der berühmten Flaniermeile «Las Ramblas». 14 Menschen starben, rund 100 Personen sind verletzt.

«Eigentlich passieren auf der ganzen Welt täglich noch viel schlimmere Sachen. Nur schon, wenn man an den Krieg in Syrien denkt», so Studer im Gespräch mit SI online. Und trotzdem hätten sie die Ereignisse in Barcelona besonders getroffen. «Barcelona ist meine Herzensstadt. Dort bin ich praktisch gross geworden.» Aktuell ist Sandra Studer zwar in der Schweiz. Ihre Mutter aber stammt von dort. Und auch heute hat die Fernsehmoderatorin noch viele Verwandte in der katalonischen Hauptstadt, ist selbst immer wieder vor Ort.

Ihre Gedanken fasste Sandra Studer noch am Donnerstagabend auf Facebook zusammen: Nach Terrorattacken an anderen Orten habe sie jeweils nach einem kurzen Moment des Erschauerns weiterleben können. Da es nun aber Barcelona traf, die Stadt, die sie liebe, schreibt sie: «Jetzt raubt es mir den Atem.»

«Angst zu haben, bringt überhaupt nichts»

«Allen meinen Verwandten, Freunden und Bekannten geht es zum Glück gut. Die Ereignisse haben sie emotional aber sehr durchgeschüttelt», so Sandra Studer. Sie habe nach dem Anschlag sofort allen geschrieben, stehe mit ihnen im Kontakt. Ihr 17-jähriger Göttibub aus Barcelona sei ausserdem gerade bei ihr zu Besuch gewesen. «Am Freitag ging sein Rückflug nach Barcelona. Und ich glaube, er hatte schon ein bisschen ein mulmiges Gefühl.»

So schlimm es aber klinge: «Das Leben geht weiter», sagt Studer. «Eine solche Tat rückt einem einfach wieder ins Bewusstsein, dass es Menschen unter uns gibt, denen das Leben nichts Wert ist.» Ihre geplante Reise mit der Familie nach Barcelona im Oktober ziehe sie durch. «Angst zu haben, bringt überhaupt nichts.» Besonders schwierig sei die Situation ja nicht für die Touristen, sondern für die Menschen, die täglich vor Ort sind, an der Flaniermeile leben und arbeiten, so die TV-Frau.

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