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Die Schweizerin wurde fast vergewaltigt

TV-Sternchen Natasha Jackson trifft ihren Peiniger

Sie wurde 2005 als Teilnehmerin der Casting-Show «Traumjob» von und mit Jürg Marquard bekannt. Ein Jahr später überfällt ein Mann Natasha Jackson brutal und belästigt sie sexuell. Jetzt, zwölf Jahre später, steht ihr Peiniger vor Gericht. 

Natasha Jackson

Natasha Jackson erlangte 2005 durch ihr Mitwirken in der Casting-Show «Traumjob» schweizweit Berühmtheit.

Ueli Hiltpold / Blick

Natasha Jackson ist manch einem von ihrer Teilnahme bei Jürg Marquards, 73, Castingshow «Traumjob» bekannt. 2005 kämpfte die heute 44-Jährige gegen zwölf andere Kandidaten um eine Anstellung in Marquards Medienimperium.

Ein Jahr nach ihrem TV-Auftritt erlebte Jackson die wohl schlimmsten Minuten ihres Lebens. Im Oktober 2006 wurde Jackson vor ihrer Haustür im Berner Matte-Quartier von einem Mann überfallen. Ihr Angreifer hatte sie von hinten gepackt, an die Hauswand gedrückt und unsittlich berührt. 

«Es war widerlich»

Der heute 48-jährige Mann habe versucht, sie zu Boden zu drücken. Habe sie an den Brüsten berührt, ihr das T-Shirt vom Leib gerissen und zwischen die Beine gefasst. Die damals 32-Jährige habe um sich geschlagen, doch ihr Angreifer habe nicht aufgegeben. Er habe ihr in die Lippe und Wange gebissen und versucht seine Hose zu öffnen, schildert Jackson ihre Horrornacht. 

«Es war widerlich», erzählt die «Traumjob»-Teilnehmerin damals dem «Blick». «Ich hatte riesige Angst vor seiner Brutalität.» Schliesslich sei sie an ihr Handy gelangt und habe mit diesem auf ihren Peiniger so lange eingeschlagen, bis er weglief. 

Täter sei kein «hoffnungsloser Fall»

Erst 2017 wird der Triebtäter gefasst. Das, nachdem er zwei weitere Frauen sexuell belästigte und sogar mit einem Messer bedrohte. Die ganze Anklage lautet: Vergewaltigung, sexuelle Nötigung, verbotene Kinder- und Tierpornografie.

Gestern Dienstag musste sich der Mann vor Gericht für seine Taten verantworten. Für Natasha Jackson werden wieder alte Wunden aufgerissen. Sie muss nach 12 Jahren ihrem Peiniger gegenübertreten. Sie sass selber im Gerichtsaal, wie der «Blick» berichtet. Der Sex-Täter relativierte seine Taten vor Gericht: «Ich bin kein hoffnungsloser Fall», sagte er. Man müsse ihn nicht jahrelang wegsperren. Für das TV-Sternchen waren diese Worte blanker Hohn. Sie hofft auf eine lange Haftstrafe. Am Freitag wollen die Richter ihr Urteil verkünden.

Von Berit-Silja Gründlers am 09.01.2019