Unicef Diese Stars machen sich stark gegen Gewalt an Mädchen

Noch immer müssen jährlich Millionen von Kindern sterben, nur weil sie weiblich sind. Um dies zu ändern, geben neun Schweizer Sängerinnen diesen Mädchen eine Stimme. Mit dem Lied «Echo» machen sie auf die weltweite Tragödie aufmerksam und rufen die Schweizer Bevölkerung zur Solidarität auf.
BigZis, Emel, Heidi Happy, Francine Jordi, Anna Känzig, Eliane Müller, Sina & Co für Unicef
© Unicef

Lyn M, Angie Ott, Francine Jordi, Emel, Sina, Heidi Happy, Eliane Müller, Anna Kaenzig und Big Zis (v.l.) erheben ihre Stimmen gegen die Gewalt an Mädchen. Die blaue Schleife steht symbolisch für die Solidarität mit den fehlenden Mädchen weltweit. 

Jeder Mensch hat ein Recht auf Leben, egal ob weiblich oder männlich. Deshalb setzen sich BigZis, Emel, Heidi Happy, Francine Jordi, Anna Känzig, Lyn M., Eliane Müller, Angie Ott und Sina gegen die geschlechtsspezifische Gewalt gegen Mädchen und Frauen ein. Die neun Schweizer Musikerinnen veröffentlichen im Namen von Unicef Schweiz einen gemeinsamen Song mit dem Titel «Echo». Denn in vielen Teilen der Welt hätten Mädchen noch immer keine Chance. Sie gelten vielerorts als Belastung und werden deshalb vernachlässigt, ungenügend ernährt, bei Krankheit zu spät behandelt, getötet oder abgetrieben.

«Im Song beschreiben wir den bangen Moment der Geburt, wenn die Mutter erfährt, dass es ein Mädchen ist», werden die Sängerinnen in der Medienmitteilung des Hilfswerkes zitiert. «Wir fragen aber auch danach, was aus diesem Mädchen hätte werden können, wenn es die Möglichkeiten dazu gehabt hätte. Der Refrain macht deutlich, dass diese Mädchen endgültig verschwunden sind und von ihnen nichts bleibt, als eine diffuse Erinnerung, ein Echo das nachhallt.» Gerade als Frau sei es wichtig, sich für die Rechte von Mädchen einzusetzen, sagt die 36-jährige Volksmusikerin Francine Jordi. «Mit unserem Engagement können wir ihnen eine Stimme geben und die dringenden Veränderungen vorantreiben.» 

Denn: Weltweit seien 100 Millionen Mädchen betroffen, sagt Elsbeth Müller, Geschäftsleiterin von Unicef Schweiz. Es müssen Veränderungen von sozialen Normen vorangetrieben werden, damit die Zahl derjenigen Mädchen, die aufgrund ihres Geschlechts ums Leben kommen, auf Null sinkt. Regionale Bildungs- und Aufklärungsprogramme sind dabei von zentraler Bedeutung - denn ausgebildete Frauen sind weniger gefährdet. Sie können dadurch eigenständige Entscheide treffen und so Unterernährung, Missbrauch, Ausbeutung und Krankheit entgegenwirken. «Unsere Arbeit ist erst dann getan, wenn kein Mädchen mehr aufgrund seines Geschlechts diskriminiert und getötet wird», so Müller. Ein ambitiöses Ziel, welches nur durch die Unterstützung vieler erreicht werden kann.

Ab Montag, den 18. November 2013, kann das Lied «Echo» hier gegen eine eine Minimalspende von 5 Franken runtergeladen werden. Nebst dem offiziellen Musikvideo sowie Videobotschaften der Sängerinnen sind auch Gastbeiträge von Autorinnen aus Wirtschaft, Politik und Gesellschaft auf der Webseite zu finden. 

Auch interessant