Tim Wielandt Unser Mini-Star

Tim Wielandt zeigt erstmals sein Töchterchen! Die Kleine ist seit sechs Monaten der Sonnenschein des Ex-Mister-Schweiz und seiner Frau Nina.

Tim Wielandt, 35, hält die kleine Malou im Arm und überlegt. «Soll ich ihr erst den Schoppen geben oder die Windeln wechseln?» Der Ex-Mister-Schweiz entscheidet sich fürs Zweite. Er legt sein fünf Monate altes Töchterchen aufs Bett, greift mit dem linken Unterarm unter die rechte Kniekehle des Babys, fasst mit der linken Hand das linke Knie. Dann hebt er die angewinkelten Beinchen der Kleinen hoch. «Ups, das war dringend nötig», sagt er zärtlich. Mit der rechten Hand wischt er Malou mit Feuchttüchlein sauber. Auch die Hautfalten vergisst Tim – ein Profi – nicht. Malou quietscht vor Freude. Man spürt: Hier ist ein eingespieltes Team am Werk. Frisch gewickelt, kriegt Malou nun den Schoppen. Bevor er ihr den Sauger zum Mündchen führt, testet Tim die Temperatur, indem er die Milch auf seinen Handrücken träufelt. «So, jetzt darfst du nuggeln.» Dieser Vater spult keine Pflichten ab. Der Luzerner ist vernarrt in sein Töchterchen. Tim, der Über-Daddy! «Ich könnte mir keinen besseren Vater vorstellen. Es ist, als hätte er sein Leben lang nichts anderes getan», sagt Tims Frau Nina, 30. Seit Malou am 25. Juni zur Welt kam, ist Vatersein das Wichtigste in Tims Leben.

Herr Wielandt, wie hat die kleine Malou Sie verändert?
Ich bin 24 Stunden eingespannt. Hinzu kamen viele schlaflose Nächte. Mein Alltag hat sich um 180 Grad verändert.

Was hält Sie wach?
Nina: Malou hatte die ersten vier Monate Koliken, das war echt hart. Kaum lag sie im Bettchen, fing sie an zu weinen.
Tim:
Es ist eine Herausforderung, ein Baby um drei Uhr morgens eine halbe Stunde in den Schlaf zu wiegen. Das Windelnwechseln dagegen ist ein einfacher Job.

Schlaflose Nächte gehen an die Nerven. Leidet die Beziehung darunter?
Tim: Es ist sicher eine Umstellung für jedes Paar. Uns schweisst Malou jedoch noch mehr zusammen. Allerdings ist es ab und zu nötig, dass Nina und ich einen Abend für uns allein haben.

Und wie stellen Sie das an?
Nina: Meine Mutter hütet Malou am Freitag- oder Samstagabend. Die Kleine bleibt dann über Nacht.

Tim, waren Sie bei der Geburt dabei?
Klar! Acht Stunden lang. Ich hätte Nina nie allein gelassen.

Malou kam drei Wochen vor dem Geburtstermin zur Welt. Nie Angst gehabt?
Nina: Nein, wir waren im Spital Zollikerberg in besten Händen.
Tim: Die Kleine wollte eben an der Hochzeit mit dabei sein.

Wie meinen Sie das?
Tim: Der Termin auf dem Standesamt war für den 26. Juni angesetzt. Malou kam uns am 25. Juni zuvor. Geheiratet haben wir schliesslich am 17. Juli, dem ursprünglichen Geburtstermin.

War Malou geplant?
Nina: Ich setzte im Mai 2008 die Pille bewusst ab. Wir waren uns einig, dass wir es geschehen lassen wollten.
Tim: Wir sind irgendwann in die Apotheke, und Nina hat einen Schwangerschaftstest gemacht. Der fiel positiv aus. Um sicher zu sein, machte Nina gleich noch einen zweiten Test. Danach wars klar und unsere Freude riesig.

Tim, was ging in Ihnen vor, als Sie Malou das erste Mal in den Armen hielten?
Ich hatte Tränen in den Augen. Zuvor durfte ich mit einer Schere die Nabelschnur durchtrennen. Malou holte einen tiefen Atemzug, und ich wusste: Sie ist gesund, alles ist gut.

Wie kamen Sie auf den Namen Malou?
Nina: Wir stiessen im Internet darauf. Im Hawaiianischen bedeutet es «mit Friede», und auf Kreolisch heisst es «kleines Mädchen».
Tim: Die erste Nacht war die Kleine allerdings namenlos.

Wie bitte?
Da Malou drei Wochen zu früh kam, waren wir ein wenig unsicher. Nina und ich wollten den Namen auf uns wirken lassen.

Wünschen Sie sich noch mehr Kinder?
Tim: Auf jeden Fall noch eins. Perfekt wäre jetzt ein Bub.
Nina: Gehen auch noch zwei? Ein Junge und ein Mädchen? Ich bin mit zwei Schwestern aufgewachsen. Das war toll. Doch in den nächsten drei Jahren passiert nichts.

Nina, Väter prägen Töchter oft sehr nachhaltig. Was für ein Männerbild soll Malou später haben?
Tim ist das Gegenteil eines Angebers: Ehrlich, und er pfeift auf geschlechtsspezifische Rollenverteilungen.
Tim: Dass ich die Kleine auch schöppele oder wickle, ist selbstverständlich. Ich bin eben auch eine Mutter.

Eltern projizieren oft Wünsche auf ihre Kinder. Wie siehts da bei Ihnen aus?
Tim: Einem Kind etwas aufzuzwängen, was man selber nicht erreicht hat, ist doch schrecklich. Malou soll sich frei entfalten können.

Und wenn sie Kaminfegerin werden will?
Das wär okay. Und wenn sie lesbisch ist, ist sie es eben. Hauptsache, sie ist glücklich.
Nina: Da bin ich der gleichen Meinung. Wichtiger ist doch, dass wir ihr Dinge wie Respekt, Liebe und Grenzen vermitteln. Das andere kommt, wie es kommt.

Tim, wie läuft es eigentlich mit Ihrer Karriere?
Ich konzentriere mich im Augenblick aufs Moderieren und Modeln. Das macht mir Spass, und ich fühle mich dabei pudelwohl. Da ich nicht täglich moderiere, geniesse ich es, einen Grossteil meiner Zeit als Vater verbringen zu dürfen.

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