Das persönliche Interview mit Vanessa Mai «Als Kind nannten sie mich Wanze»

Schlagerstar Vanessa Mai erzählt, warum sie der zweite Platz bei der RTL-Show «Let's Dance» nur am Anfang ärgerte und was mit ihrem Tattoo für ihren Mann geschieht, sollten sie sich mal trennen.
Vanessa Mai 2015 Schlagersängerin
© Dukas

Schlagersängerin Vanessa Mai sass in der Jury von «DSDS» und tanzte bei «Let's Dance».

Vanessa Mai, wenn Sie eine Frucht wären – was wären Sie?
Dazu gibt es eine witzige Geschichte: Ich habe einen weiblichen Fan, der mich «Pfirsich» nennt. Sie hat sich sogar einen Pfirsich zusammen mit meiner Unterschrift tätowieren lassen. Sie sagt, dass mein Po sie an die Frucht erinnert. 

Um wie viel Prozent müssten Sie Ihr Arbeitspensum reduzieren, damit Sie massiv glücklicher wären? 
Gar nicht. Ich habe gerade Energie für fünf. Natürlich möchte ich mal auf der Couch hängen und Pizza essen, aber das machen mein Mann und ich auch öfter mal am Sonntagabend. 

Sie sind mit Ihrem Manager verheiratet. Trennen Sie zwischen Beruflichem und Privatem?
Nein, das ist kaum möglich, und wir wollen das auch gar nicht. Ich empfinde es als angenehm, geschäftliche Dinge gleich am heimischen Küchentisch besprechen zu können. Und seit wir unseren Hund Ikaro haben, sprechen wir auch nicht mehr ausschliesslich übers Business. 

Vanessa Mai Freund Let's Dance Hochzeit Alter
© Getty Images

Vanessa Mai, 25, ist seit Anfang Juni mit ihrem Manager Andreas Ferber, 33, verheiratet.

Wer erzieht den Hund?
Wir beide, aber ich bin definitiv strenger mit ihm. Ich gehe auch mit Ikaro zur Hundeschule.

Als Sie Kind waren, was haben Ihre Eltern Ihnen da immer gesagt? 
«Stell dich nicht so an!» Zum Beispiel wenn ich hinfiel. Daher kommt vermutlich mein heutiges Bedürfnis, so richtig umsorgt zu werden, wenns mir mal nicht so gut geht. Aber ich bin froh um diese Einstellung meiner Eltern, durch sie wurde ich nicht zum verzogenen Einzelkind. 

Ich würde mir noch gern eine Palme stechen lassen.

Wo am Körper tuts Ihnen weh? 
Im Moment schmerzen meine Füsse, weil ich hohe Schuhe anhabe. Ich trage die nicht besonders gern. Während «Let’s Dance» tat mir regelmässig der ganze Körper weh. 

Sie sind in der RTL-Tanzshow Zweite geworden. Ärgert Sie das? 
Klar, im ersten Moment war ich schon ein bisschen enttäuscht, als nicht mein Name fiel, als der Sieg verkündet wurde. Aber im nächsten war ich glücklich und stolz, dass ich es so weit geschafft habe. 

Wie viele Tattoos haben Sie?
Drei, und das vierte ist geplant. Ich würde mir noch gern eine Palme stechen lassen.

Sie haben auch den Namen Ihres Ehemannes auf Ihrem Arm verewigt. Was geschieht mit diesem Tattoo, falls Sie sich mal trennen?
Ich sage zwar meinen jungen Fans, sie sollen so was nicht machen, egal, wie gross die Liebe ist. Aber ich habe mir das sehr gut überlegt. Ich verbinde mit dem Namen mehr als die Liebe. Es ist eine Lebensphase, die ohne Andreas nicht möglich gewesen wäre. Und die Erinnerung daran wird immer schön sein, egal, was mit uns beiden sein wird.   

Seine Mutter mochte mich nicht, was mir selten passiert.

Welche Ihrer Eigenschaften möchten Sie Ihren Kindern vererben? 
Ehrlichkeit, Loyalität, Herzlichkeit und Disziplin.

Welche keinesfalls?
Meinen Sturkopf. Auf der anderen Seite hat der mich auch schon weit gebracht. Und meine Unsicherheit, die ich immer wieder mal spüre. 

Angenommen, der liebe Gott würde Sie neu designen: Mit den Eigenschaften welcher Berühmtheiten soll er Sie erschaffen?
Wenn ich wählen könnte, hätte ich lieber einige Eigenschaften, die mein Mann hat: Gelassenheit, Selbstsicherheit und Ruhe.

Was hatten Sie als Kind für einen Spitznamen?
Wanze. Vani fand ich doof, daraus wurde dann Wanne und irgendwann Wanze. 

Erinnern Sie sich an Ihren ersten Schulschatz?
Er war 17, ich 14. Ich habe mich wegen seiner Frisur in ihn verguckt: Er hatte lange schwarze, hoch gestellte Haare und einen Streifen in Blond, wie ein Stinktier. Seine Mutter mochte mich nicht, was mir selten passiert.

Vanessa Mai Regenbogen Instagram
© Instagram

Auf Instagram freut sich Vanessa Mai über den Erfolg ihres ersten Albums «Regenbogen».

Über welches Geschenk haben Sie sich zuletzt gefreut? 
Über ein Fangeschenk: eine selbst gemachte Decke von einem jungen Mädchen.

Die Jungen hören wieder vermehrt Schlager. War das bei Ihnen auch so?
Als Kind schon. Als Teenager trat das in den Hintergrund. Erst als Helene Fischer auf der Bildfläche erschien, hörte ich wieder Schlager. 

Freut Sie der Vergleich mit Helene Fischer, oder ärgert er Sie? 
Ich wurde schon lange nicht mehr mit ihr verglichen, was mich aus dem Grund freut, dass ich wohl langsam meinen Platz gefunden habe. Vorher war es mir eher unangenehm, denn sie spielte in einer ganz anderen Liga als ich, füllte Stadien, während ich noch ganz am Anfang stand. 

Dabei war zu lesen, dass Sie es gar nicht mögen, in grossen Stadien aufzutreten.
Ich sagte, ich würde liebend gern mal in einem grossen Stadion auftreten – wer würde das nicht? Ich fülle halt noch keine grossen Hallen im Moment. Warum der Journalist das anders geschrieben hat, weiss ich nicht.

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