«TVOS» Wird «The Voice» auch in der Schweiz spannender?

Für die dritte Staffel der beliebten Castingshow wird in Deutschland das Konzept verbessert. Dank neuer Regeln soll «The Voice Of Germany» für die Zuschauer interessanter werden. Die Blind-Auditions werden noch geheimnisvoller und die Coaches können ihren Mitstreitern gar Kandidaten klauen. Wird sich beim Schweizer Sendekonzept auch was ändern?
Blues-Sänger Philipp Fankhauser, Rapper Stress, Sängerin Stefanie Heinzmann und Musiker Marc Sway suchen «The Voice Of Switzerland».
© Thomas Buchwalder

Bei «The Voice Of Switzerland» werden wieder Philipp Fankhauser, Stress, Stefanie Heinzmann und Marc Sway (v.l.) auf den Coach-Stühlen Platz nehmen. Ob es wie in Deutschland auch neue Regeln geben wird?

Man erinnert sich an die Show von «The Voice Of Switzerland» im letzten Jahr. Unvergessen ist das Battle zwischen Brandy Butler und Nicole Bernegger, die gemeinsam «Someone Like You» von Adele im Duett sangen. Es gehörte zu den besten Auftritten der ganzen Show. Brandy schied an diesem Abend aus - Nicole wurde später zur Gewinnerin gekürt. Coach Stress, der die beiden grossen Stimmen gegeneinander antreten liess, erklärte, dass er allen Kandidaten eine faire Chance bieten wolle, indem er darauf achte, dass zwei etwa gleich talentierte Sänger auf der Bühne stehen.

Eigentlich ein guter Gedanke. Andererseits scheiden so von zehn Gesangstalenten nicht die fünf Schwächsten aus. Dass bei den Battles viel zu talentierte Kandidaten gehen müssen, wurde auch in Deutschland kritisiert. Dort nahm man sich diese und weitere Kritiken nun zu Herzen. Deswegen wurde das Sendekonzept so angepasst, dass die grossen Talente zusätzliche Chancen bekommen und die ganze Show so spannender wird. Das verspricht jedenfalls Daniel Rosemann, Vice President Show & Event bei ProSieben, im Interview mit dem Branchen-Portal dwdl. Um das Ausscheiden zu guter Sänger zu verhindern, soll während der Battle-Sendungen eine Neuerung in Kraft treten. «Bei den Battles gibt es zukünftig das Element ‹Steal Deal›. Das begegnet der Kritik der Zuschauer, die enttäuscht waren, dass sehr gute Sänger nur durch das direkte Duell ausscheiden müssen. Jetzt können sich die anderen Coaches den Verlierer eines Battle, wenn er oder sie besonders überzeugt hat, in ihr Team holen. So lässt sich in fremden Teams wildern», erklärt er. Auch soll die Spannung erhöht werden: «In den Blind Auditions gibt es eine kleine Überraschung: Eine von uns so genannte Blind Blind-Audition. Nachdem sich die Stühle der Coaches umdrehen ist noch nicht direkt klar, wer da auf der Bühne steht. Mehr will ich dazu noch nicht sagen», so Rosemann.

Auch soll das Konzept persönlicher werden. Nach den Battles soll es ein «Showdown» geben, bei dem in jedem Team jeweils zwei Talente gegeneinander antreten - aber nicht mit einem gemeinsamen Lied. «Jeder singt einen Song, der ihm bzw. ihr besonders viel bedeutet», verrät Rosemann. Und es gibt noch ein neues Element in den Live-Shows: Die Cross-Battles. «Das ist ein Element, dass wir im Ausland bei anderen ‹The Voice›-Shows entdeckt haben und sehr spannend fanden: Zum ersten Mal treten Talente von unterschiedlichen Coaches gegeneinander an. Bislang war es ja bis zum Finale so, dass die Teams intern kleiner geworden sind, so dass im Finale aus jedem Team ein Kandidat angetreten ist. Jetzt kämpfen aber schon vorher Coach gegen Coach und im Finale stehen wirklich die Besten der Besten.»

Die Veränderungen klingen vielversprechend. Sieht man das in der Schweiz auch so? Im 2014 startet die zweite Staffel von «The Voice Of Switzerland». Bernard Strapp, Projektleiter Unterhaltung und Programme bei SRF, nimmt Stellung. «Wir prüfen im Moment, welche kleineren Format-Anpassungen möglich sind, und was für die Schweizerische Voice-Version sinnvoll ist», sagt er gegenüber SI online. Und er ergänzt: «Das Format ‹The Voice of…› läuft  in rund 30 Ländern. Viele Sendungselemente sind überall identisch, wobei es in einigen Ländern lokale Anpassungen gibt, die vom Formatinhaber empfohlen werden.» Sollte sich etwas eignen, werde man auch bei «The Voice Of Switzerland» Anpassungen vornehmen.

Welche Regeln würden Sie bei «The Voice Of Switzerland» ändern? Diskutieren Sie mit im untenstehenden Kommentarfeld.

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