Fabien Rohrer Was er von Federer & Co. lernen kann

Der eine schafft's in eineinhalb Minuten, der andere macht es in einer Selbstverständlichkeit. Nur Fabien Rohrer hat so seine Mühe mit dem Windeln wechseln, wie er wenige Wochen nach der Geburt seines ersten Sohnes erzählt.

Body ausziehen, schmutzige Windel weg, Popo waschen und pudern, neue Windel her und Body wieder zuknöpfen. Was einfach klingt, stellt Snowboard-Weltmeister Fabien Rohrer, 36, vor eine grosse Herausforderung. Vor knapp einen Monat wurde er Vater des kleinen Jeremy, doch wenn er dem Kleinen die Windeln wechsen möchte, «lüpft es ihn», erzählt Fabiens Freundin Gaby Vögeli, 39, der «Schweizer Illustrierten». Fünfzehn Minuten habe er einmal gebraucht.

Den Schoppen gibt Rohrer leidenschaftlich gerne, Spaziergänge unternimmt er ebenso, doch schmutzige Windeln liegen ihm einfach nicht. Er gibt zu: «Mit dem Snowboard Felswände hinunterspringen? Kein Problem. Doch im Umgang mit Jeremy bin ich ein Höseler.»

Da kann sich Rohrer ein Beispiel an anderen prominenten Vätern nehmen. So sagte Ex-Mister-Schweiz Adel Abdel-Latif kurz nach der Geburt seiner Tochter Soraya stolz: «Ich war der Erste, der sie wickelte.» Allerdings brauchte er sogar fünf Minuten länger als Rohrer. Schneller schaffte es das Tennis-Ass Roger Federer: in eineinhalb Minuten. Und Stanislas Wawrinka meinte nach der Geburt von Alexia: «Das [Windeln wechseln] habe ich im Spital schon gelernt. Ich wickle bereits ziemlich routiniert.» Bio-Bauer und Ex-Mister Renzo Blumenthal kennt Fabien Rohrers Problem schon eher. Als im November vor drei Jahren Sohn Moreno zur Welt kam, erzählte er von der ersten Windel, die er wechselte: «Die hat so gestunken - ich war schockiert.»

Was die Zukunft des kleinen Rohrers betrifft, hat Fabien bereits klare Vorstellungen. «Er wird vor dem Gehen snowboarden können.» So hat Jeremy bereits kleine Skaterschuhe, eine Snowboardmütze und ein Mini-Snowboard - und einen Body mit der Aufschrift «Snowboard-Weltmeister 2033».

Fabien Rohrer und Gaby Vögeli mit ihrem Jeremy auch in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierte» Nr. 45 vom 7. November 2011 - und auf dem iPad.

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