Pascal Diem «Wir haben falsche Vorbilder»

Die Badesaison ist da. Und mit ihr der Kampf mit den Kilos. Während in der «Schweizer Illustrierten» fünf prominente Frauen über Körpergefühl und Problemzonen sprechen und Fitness-Tipps austauschen, erklärt Pacal Diem, warum Hungern nichts bringt. Diem ist Ex-Mister-Schweiz-Kandidat und Ernährungs- und Fitnessberater.
«Wir haben falsche Vorbilder»
© zvg «Wir haben falsche Vorbilder»

Schweizer Illustrierte: Pascal Diem, warum fangen so viele Frauen an zu hungern, wenn die Badesaison vor der Tür steht?
Pascal Diem: Das hat wohl stark damit zu tun, dass wir falsche Vorbilder haben. Viele Frauen orientieren sich an sehr schlanken Models, die suggerieren: dünn gleich glücklich.

Woran sollten sich Frauen denn orientieren, wenns um ihren Körper geht?
Nicht an möglichst dünnen Frauen, sondern an möglichst gesunden.

Was raten Sie Frauen, damit sie sich in ihrem Körper wohlfühlen?
Sich täglich zu bewegen - das kann auch ein Spaziergang sein - und sich ausgewogen zu ernähren.

Was heisst das konkret?
Der Körper braucht Eiweiss, Kohlenhydrate, Ballaststoffe und auch Fett. Etwas davon wegzulassen, ist ungesund. Zu viel davon ebenfalls. Wer einen gesunden Körper hat, merkt, wann er was braucht. Leider haben wir bei unserem oft sehr hektischen Lebensstil verlernt, auf die Signale unseres Körpers zu hören.

Gibt es dennoch Diäten, die funktionieren?
Wer kurzfristig für die Ferien ein paar Kilo abnehmen will, kann das natürlich mit einer Diät. Längerfristig helfen aber nur gesunde Ernährung und genug Bewegung. Sinnvoll ist es jedoch, abends nicht so viele Kohlenhydrate zu essen.

Und wie sollte man es mit Süssem und Alkohol halten?
Gerade Alkohol ist sehr energiereich, aber ab und zu ein Glas Wein schadet nicht. Dasselbe gilt für Süsses: Ein Reiheli Schoggi ist kein Problem für die Bikinifigur.

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