Stanislas Wawrinka «Wir sind reifer geworden»

Es wurde viel geredet über den Tennisstar Stan Wawrinka. Er wurde als überehrgeiziger Egozentriker betitelt, der seine Familie für die Karriere im Stich liess. Nun spricht das wiedervereinte Paar klare Worte.

Im Januar 2011 prangten grosse Schlagzeilen auf den Titelblättern verschiedenster Zeitungen und Magazinen. Die Meldung, dass Tennisstar Stan Wawrinka, 28, seine Frau und die kleine Tochter wegen seiner Tennis-Karriere sitzen lässt, war in aller Munde. Den Moment, als Stan ihr das Ehe-Aus offenbarte, bezeichnete Ehefrau Ilham Vuilloud, 39, gegenüber «L'Illustré» damals als «eine richtige Ohrfeige». Und doch versuchte sie, das Geschehene zu verstehen. Viel Sympathie für sie - immer weniger für ihn. Dass die Beliebtheit des Tennis-Profis um einige Stufen sank, war daher kein Wunder.

Die Geschichte sei in der Presse genüsslich ausgeschlachtet worden und man habe viel Falsches geschrieben, erzählt nun Ilham Vuilloud im Gespräch mit der «L'Illustré». Denn auch wenn es eine sehr schmerzhafte Zeit gewesen sei: Das Paar habe durchgemacht, was viele Menschen in Beziehungen erleben. Deswegen sei ihr wichtig, gewisse Dinge klarzustellen, denn das Geflüster der Leute auf der Strasse sei alles andere als angenehm gewesen.

Dass das Paar inzwischen seit zwei Jahren wieder glücklich vereint ist, schreibt Stan Wawrinka unter anderem seinem Alter zu. «Ich bin 28 und nicht mehr der Gleiche wie mit 23», erklärt er. Er habe ein Gleichgewicht gefunden. Beide seien reifer geworden. «Wenn wir damals zusammengeblieben wären, hätte uns ein anderes Ereignis aus der Bahn geworfen», betont Wawrinka. Eigentlich habe das Paar diese Probleme privat regeln wollen, jedoch seien sie immer wieder mit Kommentaren von Menschen, die sie nicht einmal kannten, konfrontiert worden. Dies sei oft nur schwierig auszuhalten gewesen.

Das Leben sei nicht einfach als Tennis-Profi mit Familie. «Ich reise neun bis zehn Monate pro Jahr und habe nur im November und Dezember ein paar Wochen, die ich mit meiner Familie geniessen kann». Andauernd mitzureisen wolle er seiner kleinen Tochter Alexia, 3, nicht zumuten. «Nach einigen Tagen im Hotel weint sie und will nach Hause», so der Familienvater. Er sei begeistert, wenn Alexia bei ihm sei, jedoch fühle er sich wohler, wenn er wisse, dass sie zu Hause und glücklich sei. Ehefrau Ilham ist zuversichtlich, was die Zukunft angeht: «Ich weiss, dass Stan in einigen Jahren seinen Lebensrhythmus ändern wird. Dann hat er Zeit für uns.»

Lesen Sie die ganze Geschichte in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten» Nr. 25 - ab 17. Juni am Kiosk oder auf Ihrem iPad.

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