Olympia-Legenden Wolf-Hunkeler, Kolly & Nietlispach im Porträt

Die «Schweizer Illustrierte» will von Ihnen wissen, wer Ihr grösster Olympia-Held aller Zeiten ist. Damit Sie Ihren Favoriten noch besser auswählen können, stellen wir Ihnen die Nominierten näher vor. Heute: Edith Wolf-Hunkeler, Urs Kolly und Franz Nietlispach.

EDITH WOLF-HUNKELER, 40, PARALYMPICS, ROLLSTUHLSPORT
Seit bald zwei Jahren ist ihr Glück perfekt. Denn im Herbst 2010 kommt Tochter Elin zur Welt. Die sechsfache Behindertensportlerin des Jahres hat nach der Geburt auch dank der Hilfe von Ehemann Mark Wolf den Anschluss an den Spitzensport wieder gefunden. Die Luzerner Rollstuhlfahrerin schaffte ihren grossen Titel an den Paralympics 2008 in Peking mit Gold im Marathon. Daneben gewinnt sie Bronze über 1500 m. Schon in Athen glänzt sie mit doppeltem Silber. Die Frau, die auch zweimal den Sieg am Boston-Marathon holte, ist beliebt wie kaum eine andere Athletin in der Schweiz. Sie sagt, sie sei ein Familienmensch. «Wenn ich meine Liebsten um mich habe, fühle ich mich wohl», sagt sie. «Sie geben mir Kraft, um weitere Ziele zu erreichen. Ich geniesse mein Leben und freue mich am Zauber vieler kleiner Dinge.»

URS KOLLY, 44, PARALYMPICS, LEICHTATHLETIK
Der Freiburger ist ein Paradebeispiel dafür, dass Wille Berge versetzen kann. 1989 verunglückt er im Militär als Beifahrer auf einem Motorrad und verliert den rechten Unterschenkel. Kolly, zuvor begeisterter Leichtathlet, wird von seinen Freunden ermuntert, auch mit einer Prothese weiter Sport zu treiben. Der Erfolg bleibt nicht aus. In Barcelona, Atlanta, Sydney und Athen gewinnt er im Diskus, Weitsprung und Pentathlon insgesamt sieben Mal Gold, in Peking nochmals Pentathlon-Bronze. Im Rückblick auf seine Karriere ist ihm neben seinen Erfolgen auch die Bemerkung eines Sportler-Kollegen in Athen in Erinnerung. Er hatte zu ihm gesagt: «Was, du springst in deinem Alter noch immer sieben Meter weit?» Der Freiburger platzte fast vor Stolz. Die Qualifikation für London hat Kolly zwar nicht geschafft, eine Verlängerung der Karriere scheint aber durchaus möglich.Der Freiburger ist ein Paradebeispiel dafür, dass Wille Berge versetzen kann. 1989 verunglückt er im Militär als Beifahrer auf einem Motorrad und verliert den rechten Unterschenkel. Kolly, zuvor begeisterter Leichtathlet, wird von seinen Freunden ermuntert, auch mit einer Prothese weiter Sport zu treiben. Der Erfolg bleibt nicht aus. In Barcelona, Atlanta, Sydney und Athen gewinnt er im Diskus, Weitsprung und Pentathlon insgesamt sieben Mal Gold, in Peking nochmals Pentathlon-Bronze. Im Rückblick auf seine Karriere ist ihm neben seinen Erfolgen auch die Bemerkung eines Sportler-Kollegen in Athen in Erinnerung. Er hatte zu ihm gesagt: «Was, du springst in deinem Alter noch immer sieben Meter weit?» Der Freiburger platzte fast vor Stolz. Die Qualifikation für London hat Kolly zwar nicht geschafft, eine Verlängerung der Karriere scheint aber durchaus möglich.

FRANZ NIETLISPACH, 54, PARALYMPICS, ROLLSTUHLSPORT
Der Aargauer gehört zu den erfolgreichsten Behindertensportlern weltweit. 23 Medaillen an Paralympics - davon 14 goldene. 20 Weltmeistertitel. Seit dem Sturz im Alter von 15 Jahren ist er querschnittgelähmt. «Ich möchte nicht auf die vielen wunderbaren Erfahrungen, die ich als Behinderter erlebt habe, verzichten», sagt er auf die Frage nach seinem Schicksal. Nietlispach wurde mehrfach zum Schweizer Behindertensportler des Jahres gewählt und gewann fünfmal die Rollstuhlwertung des Boston Marathon. Als Politiker schaffte er es in den Grossen Rat des Kanton Aargau. Beruflich ist der zweifache Vater als Geschäftsführer von Carbonbike.ch tätig. Die meisten der Top-Fahrer benutzen heute seine Carbon-Produkte.

 

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