Edita Abdieski «X-Factor»-Star über Umgangs-Formen und Geheimnisse

Im Interview mit SI online spricht «X-Factor»-Gewinnerin Edita Abdieski, 25, über ihre Verbal-Attacke gegen ihr Heimatquartier Bern-Bümpliz und sie verrät, welche Männer in Zukunft bei ihr eine Rolle spielen werden.
Edita Abdieski hat's geschafft - sie ist die «X-Factor»-Gewinnerin 2010. Ihre erste Single stieg direkt auf Platz 1 der iTunes-Charts.
© Dukas Edita Abdieski hat's geschafft - sie ist die «X-Factor»-Gewinnerin 2010. Ihre erste Single stieg direkt auf Platz 1 der iTunes-Charts.

SI online: Edita Abdieski, Sie sind nach Stefanie Heinzmann und Leo Ritzmann die dritte Schweizerin, die eine Deutsche Casting-Show gewonnen hat. Wie erklären Sie sich diesen Erfolg?
Edita Abdieski: Vielleicht liegt es daran, dass wir bescheiden und neutral sind. In vielen Casting-Shows rufen leute wegen Sympathien an und wir sind ja ein freundliches Volk (lacht).

Die Schweizer finden das wohl derzeit eher weniger. Nachdem Sie Ihr Heimatquartier Bern-Bümpliz im TV als «Scheissgegend» bezeichnet haben.
Ach, das war doch hinten und vorne nicht so gemeint! Darüber musste ich also wirklich lachen, denn ich habe gemerkt, dass mich die Leute tatsächlich noch nicht wirklich kennen. Meine Umgangssprache ist einfach manchmal etwas rauh. Es ging einfach darum zu zeigen, wie wahnsinnig dieser Sieg für mich ist: ich komme aus einem kleinen Berner Ort und gewinne eine Casting-Show in einem Land mit 80 Mio. Einwohnern.

Wollen Sie sich trotzdem bei den Bernern entschuldigen?
Ich fand es schon etwas traurig, wie manche reagiert haben. Wäre mir meine Herkunft peinlich, hätte ich doch nicht darüber gesprochen. Viele Zuschauer wussten ja lange gar nicht, dass ich Schweizerin bin. Ich liebe mein Bümpliz doch!

Kommen Sie demnächst auch mal wieder persönlich in die Schweiz?
Ich werde sicherlich bald wieder in der Schweiz sein, möchte so schnell wie möglich nach Bern. Ich vermisse es so sehr.

Jetzt geht's aber erst richtig los. Seit Dienstag sind Sie wohl ununterbrochen unterwegs.
Ja, nach der Sendung ging’s direkt an die Aftershowparty. Danach konnte ich kurz nach Hause, 10 Minuten kalt duschen und dann war ich nonstop in TV-Studios für Sendungen. Am Mittwoch fiel ich um 20 Uhr ins Bett und schlief bis Donnerstag 9 Uhr durch wie ein Hamster.

Was haben Sie eigentlich gemacht, nachdem die Kameras am Dienstag ausgingen?

Die Kameras liefen noch recht lange. Aber als erstes habe ich mit Moderator Jochen Schropp getanzt – mit ihm habe ich mich so gut verstanden, wir werden uns in Zukunft noch oft sehen.

Und Mentor Till Brönner?
Den sowieso. Für uns war von Anfang an klar, dass wir gerne mal musikalisch zusammenarbeiten würden. Er macht jeweils Weihnachts-CDs und da könnte es gut sein, dass ich dabei bin...wer weiss.

Mit Kollege Anthony Thet wollten Sie doch auch zusammenspannen.
Das werden wir ganz sicher ja. Vielleicht nicht gleich fürs erste Album, aber Anthony und ich wollen unbedingt zusammen ein Duett singen.

Dann kommt jetzt endlich das grosse Liebes-Outing...
(lacht)..diese Fragen hören wohl nie auf. Ich behalte das gerne für mich. Ich bin geheimnisvoll und brauche etwas, das nur ich weiss.

Ihre erste Single kennen wir aber alle, wie gefällt Ihnen «I’ve Come To Life»?
Der Song ist super, die Produzenten haben aber auch meine Wünsche berücksichtigt. Und hey, er ging direkt auf Platz 1 in den iTunes-Charts. Das heisst: Ich habe Rihanna und Shakira vom Thron gestossen!

Haben Sie für den guten Start bereits einen Vorschuss von der Plattenfirma erhalten, um Ihre offenen Rechnungen zu zahlen?

Ich hatte am Wochenende vor dem Finale noch Auftritte in Hamburg und Hannover, so konnte ich mein Konto also schon selbst wieder etwas aufstocken.

Leisten Sie sich mit der ersten Gage noch etwas Besonderes?
Ich brauche dringend einen neuen Laptop. Und ein Festnetzanschluss muss her, damit ich nicht immer so teure Rechnungen habe, wenn ich in die Schweiz telefoniere.

Alles zu «X-Factor» und der Schweizerin Edita Abdieski finden Sie im SI-online-Dossier.

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