Nach Stalking-Vorwürfen gegen CVP-Vize Yannick Buttet macht Alkoholentzug

Der Walliser CVP-Nationalrat Yannick Buttet tritt nach den Stalking-Vorwürfen als Vize-Präsident der CVP Schweiz zurück, bleibt aber vorerst im Nationalrat. Zudem lässt er sich wegen seines Alkoholkonsums ärztlich behandeln.
Yannick Buttet
© Keystone

Im Nationalrat verbleibt Yannick Buttet momentan noch.

«Als Vize-Präsident der CVP Schweiz trete ich per sofort zurück», wird Yannick Buttet, 40, in einer durch seinen Anwalt Andreas Meili versandten Medienmitteilung zitiert.  Das schreibt die Nachrichtenagentur SDA heute Montag. Das Präsidium der CVP Schweiz hatte den Walliser Nationalrat bereits am Donnerstag als Vize-Präsident suspendiert.

«Ferner werde ich mich in eine ärztliche Kur begeben, um meinen Alkoholkonsum in den Griff zu bekomme», wurde Buttet in der Mitteilung weiter zitiert. Nach seiner Genesung werde er sich mit der kantonalen Partei absprechen, ob er sein Mandat als Nationalrat weiterführe. «Bis auf weiteres ziehe ich mich aus meinen gewählten Funktionen zurück.»

«Er ist ab sofort krank geschrieben und wird sich in die Kur begeben», sagte Buttets Anwalt Andreas Meili der Nachrichtenagentur SDA auf Anfrage. «Solange er nicht gesund ist, wird er seine Ämter als Nationalrat und Gemeindepräsident von Collombey-Muraz nicht ausüben.»

Yannick Buttet gab in der Erklärung zudem eine Entschuldigung ab: «Ich möchte mich zutiefst bei meiner Frau und meiner Familie und bei den Menschen entschuldigen, die durch mein unangemessenes Verhalten verletzt wurden, auch bei meinen Parteikollegen.»

Stalking-Affäre im Wallis

In der vergangenen Woche war bekannt geworden, dass wegen des Walliser CVP-Nationalrats Ende November in Siders VS die Polizei ausrücken musste. Dort soll Buttet bei seiner Ex-Geliebten so lange geklingelt haben, bis die Frau die Polizei rief.

Nach den Enthüllungen wurden erste Rücktrittsforderungen laut. Gegenüber dem Westschweizer Radio RTS lehnte Yannick Buttet einen Rücktritt jedoch ab. Nach dem Fall wurde zudem eine Anlaufstelle für Opfer von Belästigungen im Bundeshaus gefordert.

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