Roger Federer Zeit für Ferien!

Viel Zeit zum Relaxen hat das Tennis-Ass nicht. Normalerweise. Heuer ist Roger Federer jedoch schon in der zweiten Runde in Wimbledon ausgeschieden - und damit überraschend früh in die Ferien geschickt worden. In einem Interview spricht er über seine liebsten Reisedestinationen und verrät, wie sein perfekter Familienurlaub aussieht.
Auf Wiedersehen: Am Mittwoch verabschiedet sich Roger Federer von Wimbledon. Jetzt hat er Zeit, über seine Ferien nachzudenken.
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Auf Wiedersehen: Am Mittwoch verabschiedet sich Roger Federer von Wimbledon. Jetzt hat er Zeit, über seine Ferien nachzudenken.

Höchstens zwei oder drei Mal kann Roger Federer, 31, pro Jahr privat verreisen. Flexibel sind der Schweizer Tennis-König und seine Familie bei der Ferienplanung jedoch nicht. «Ich muss meine Urlaub meinen Turnieren anpassen, vor allem den Grand Slams in Melbourne, Paris, London und New York», sagt er gegenüber dem «Telegraph». Weil er diese Woche in Wimbledon frühzeitig ausschied, hat er nun überraschend eine eineinhalb Wochen längere Auszeit zur Verfügung. Die britischen Zeitung nahm dies zum Anlass ausführlicher mit ihm über das Thema Ferien zu sprechen.

FEDERERS LIEBLINGSSTADT:
Rom ist seine absolute Lieblingsdestination. «Ich habe eine Schwäche für traditionelle Orte», sagt er. Und besser als Rom gehe es nicht - auch wegen des italienischen Essens. «Als ich das letzte Mal da war, fuhr ich mit meinen Kindern in einem Sightseeing-Bus mit offenem Dach, das war wunderbar. Du bewunderst ein wunderschönes altes Gebäude, dann bemerkst auf der gegenüberliegenden Strassenseite ein noch besseres.»

FEDERERS PERFEKTE FERIEN:
Im Urlaub sucht Roger Federer «Frieden und Privatsphäre», wie er sagt. «Die letzten Familienferien verbrachten wir auf den Malediven, das war genau das Richtige.» Wenn er einem Bürojob nachgehen würde, würde er wohl Abenteuer-Ferien bevorzugen, vermutet er. Aber jetzt wolle er einfach «relaxen und den Sand zwischen meinen Zehen spüren».

FEDERERS PRIVATSPHÄRE IM URLAUB:
«Es macht mir nichts aus, wenn Fans auf eine freundliche und respektvolle Art und Weise auf mich zukommen», sagt Federer. Das gehöre schliesslich zu seinem Job. «Aber wenn Leute Bilder ohne Zustimmung machen, vor allem, wenn meine Kinder im Bildausschnitt sind, stört mich das.»

FEDERER ÜBER DUBAI:
Die Stadt der Vereinigten Arabischen Emirate dient Federer seit 2004 als Trainingsort - sie bietet dem Tennisspieler ideale klimatische Trainingsverhältnisse. Dubai sei ein spassiger Ort, die Hochhäuser seien toll, schwärmt Federer. Als Restaurant empfiehlt der Ortskundige «La Petite Maison» oder «Voi», das französisch angehauchte vietnamesische Küche auftische.

FEDERER ÜBER ASIEN:
Reisen nach China geniesst Roger immer, auch wenn es meist aufgrund seines Tennis-Plans nur für Shanghai oder Peking reiche. Auch sein Aufenthalt in Indien, wo er für das Hilfswerk Unicef war, sei eine unglaubliche Erfahrung gewesen. Und Japan sei ebenso ein Besuch wert. Gerne würde er einmal nach Vietnam und Kambodscha reisen.

FEDERER ÜBER AFRIKA:
Obwohl seine Mutter Lynette aus Südafrika stammt, hat Roger Federer noch nicht viel davon gesehen. «Sie hat mich nicht mitgenommen, als ich noch klein war», bedauert er. «Ich freue mich, den Kontinent zu erkunden, sobald ich ein bisschen mehr Zeit zur Verfügung habe.» Auf Federers Wunschliste stehen Botswana, die Victoriafälle und Ägypten.

FEDERER ÜBER SPORT IN DEN FERIEN:
Egal, wo sich Federer gerade auf der Welt aufhält - Sport gehört bei ihm dazu. Er interessiert sich immer für die beliebtesten Sportarten des jeweiligen Landes. So verfolge er in Australien Cricket-Spiele, in den USA Basketball oder Football, wie er sagt.

FEDERERS SHOPPING-AKTIVITÄTEN IN DEN FERIEN:
Da tickt der Tennis-Star nicht anders als die meisten Männer: Beim Shopping verbringt er nicht viel Zeit. Er hole sich das, was er suche - zum Beispiel ein Shirt, ein Paar Jeans oder Turnschuhe - und sei dann fertig. «Ich bilde mir ein, ein gutes, schnelles Auge für Mode zu haben.» Die Zeiten, in denen er «dumme Dinge» tat, wie sich von Kopf bis zu den Zehen in Weiss zu kleiden, seien vorbei.

 

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