Chanel Marie Knie Sie hat die Zirkusmanege fest im Griff

Am Donnerstag fand in Rapperswil die Premiere des neuen Knie-Zirkusprogramms statt. Der Star der diesjährigen Aufführung ist Chanel, die dreijährige Tochter von Géraldine. Auf dem Rücken eines Ponys zeigt sie, wofür ihr Herz schlägt - und wer in der Manege den Ton angibt.

Zum ersten Mal steht sie als Artistin in der Manege: Chanel Knie, 3, sitzt auf dem Rücken eines Ponys. Der stolze Grossvater Fredy Knie junior, 67, begleitet seine Enkelin für die traditionelle Nummer «Gross und klein» auf dem Sägemehl. Das hat er 1977 bereits mit Chanels Mama Géraldine gemacht. Ihre Tochter ist ihr mit den dunklen Locken und dem konzentrierten Blick wie aus dem Gesicht geschnitten. «Chanel erinnert mich sehr an Géraldine. Vor allem weil es für sie auf der Welt nichts Wichtigeres gibt als die Tiere», sagt der Opa in der «Schweizer Illustrierten».

Chanel hat nur Augen für die Pferde. Jeden Morgen, sobald sie aufsteht, will sie sofort zu den Tieren. Am liebsten würde Chanel das Frühstück auslassen und direkt in die Manege rennen, wo vormittags jeweils Tierproben stattfinden. Gute Voraussetzung, denn: Das Mädchen wird einst gemeinsam mit ihrem Bruder Ivan Frédéric, 12, die Verantwortung über das Familienunternehmen mit mehr als 200 Angestellten tragen. Alle Zukunftshoffnungen liegen also auf den noch schmalen Schultern der achten Generation. «Natürlich wünsche ich mir, dass die Herzen der Kinder für den Zirkus schlagen wie meines. Dennoch versuche ich, keinen Druck auszuüben», sagt Fredy. Entscheiden müsse sie sich sowieso erst, wenn sie volljährig sei.

So wie es momentan aussieht, wird er sowieso keinen Druck brauchen. Die kleine Chanel ist voll im Zirkusleben angekommen. Freiwillig, betont ihre Mama Géraldine. «Der Auftritt ist für Chanel ein Spiel. Solange es ihr Spass macht, sehe ich keinen Grund, es ihr zu verbieten.» Und Spass macht es ihr ganz offensichtlich. Als sie auf dem sich aufbäumenden Pony sitzt, lacht sie vor Vergnügen und ruft: «Noch einmal, noch einmal!». Fredy betont, wie selbstbewusst seine Enkelin bereits sei. «Sie weiss genau, was sie will.»

Das zeigt sich auch bei den Proben zur neuen Show. Chanel schaut ihrem grossen Bruder beim Üben zu, korrigiert dessen Haltung und Reitstil. «Mach einen geraden Rücken, mio fratello!» Den Zwölfjährigen stört das nicht. «Wir tanzen hier alle nach Chanels Pfeife», sagt er lachend.

Lesen Sie die ganze Geschichte von Chanel Marie Knie und sehen Sie weitere Bilder in der aktuellen Ausgabe der «Schweizer Illustrierten» Nr. 14 vom 31. März 2014 - jetzt am Kiosk oder auf Ihrem iPad.

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