Knatsch zwischen Organisatoren und 3+ Ist die Miss-Schweiz-Wahl in Gefahr?

Erst im August liess die neue Miss-Schweiz-Organisation verlauten, dass die Wahl im Frühling 2018 in die nächste Runde geht. Casting-Show und Live-Übertragung auf 3+ inklusive! Jetzt soll der Deal geplatzt sein. Brisant: 3+ will davon nichts wissen.
Lauriane Sallin Facebook Miss Schweiz 2016
© Thomas Buchwalder

Lauriane Sallin ist die amtierende Miss Schweiz. 

Grosse Verwirrung zwischen der Miss-Schweiz-Organisation und 3+: Anfang August hiess es, dass sich der Sender die TV-Rechte sichern konnte. Geplant war, dass 3+ die Kandidatinnen in einer dreiteiligen Serie auf ihrem Weg zum Traum vom Krönchen begleitet – vom Casting über das Laufstegtraining bis hin zur grossen Entscheidung an der Wahlnacht. 

Voller Zuversicht sagte Dominik Kaiser, 3+-Chef, damals: «Wir freuen uns, dass wir mit der Miss-Schweiz-Organisation ein Konzept mit neuen Ideen entwickeln und umsetzen können und einer der beliebtesten Marken der Schweiz neues Leben einhauchen können.»

«Wir hatten unterschiedliche Vorstellungen»

Nun soll der Deal aber geplatzt sein, berichtet «Glanz & Gloria». Gegenüber «nau» sagt Miss-Schweiz-Organisatorin Angela Fuchs, 41: «Wir haben das Termsheet mit 3+ gekündigt». Über die wahren Gründe hält sich Fuchs bedeckt: «Wir waren uns in der Umsetzung nicht einig. Und so kam es vom Termsheet nie zu einem Vertrag.»

Ein möglicher Grund, der zum Disput führte: Die Miss-Schweiz-Organisation wünschte sich eine Live-Übertragung der Wahlnacht. Der Sender 3+ habe alles vorproduzieren wollen. Fuchs und ihr Team jedenfalls seien bereits damit beschäftigt, einen anderen passenden Partner zu finden.

3+ will von einer Kündigung nichts wissen

Besonders pikant: 3+ will von einer Kündigung nichts wissen. Auf Anfrage von «Blick» sagt Kaiser: «Wir sind über die Aussage von Angela Fuchs sehr erstaunt.» 3+ habe eine schriftliche Vereinbarung mit den Organisatoren der Miss-Schweiz-Wahl. Darin wird festgelegt, dass der Sender die Shows zum Casting, wie auch das grosse Finale exklusiv ausstrahlt. Und zwar 2018 wie auch in den Folgejahren.

Und: «Es ist unzutreffend, dass 3+ alle Sendungen vorproduzieren wollte.». Man habe sogar bereits viel Geld in die Planung der Produktion einer Live-Show investiert.

Erste Details zur Miss-Schweiz-Wahl

Bei so viel Verwirrung könnte der Eindruck entstehen, dass die Wahl in Gefahr ist. Fuchs winkt ab und gibt erste Details bekannt. Am 10. März 2018 werden zwanzig Kandidatinnen in der Trafo-Halle in Baden AG um die Nachfolge von Lauriane Sallin, Miss Schweiz 2016, kämpfen – in einer «traditionellen Show mit Catwalk, Bikini-Durchgang und vielen Einspielern».

Lauriane Sallin Facebook Miss Schweiz 2016
© Thomas Buchwalder

Gibt ihr Krönchen am 10. März 2018 weiter: Lauriane Sallin.

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