Gubser, Schmid, Winiger & Co. Liebe, Drama und Chaos am Zurich Film Festival

Am Donnerstagabend wurde zum zehnten Mal der grüne Teppich ausgerollt für das Zurich Film Festival. Zahlreiche Gäste besuchten die Eröffnungsfeier und waren gespannt auf den Streifen «Get On Up» - ein Film über das Leben von Musiklegende James Brown. SI online zeigt die Highlights der Eröffnung und verrät, wer gerade einen Höhenflug hat.

«Get On Up», der Eröffnungsfilm des Zurich Film Festival, zog am Donnerstagabend alles was Rang und Namen hat in die Limmatstadt. Der Film über das Leben von Kult-Musiker James Brown zeigt die Höhen und Tiefen seines Schaffens. Das gab den anwesenden Gästen die Gelegenheit, über ihr eigenes Leben nachzudenken. Wie würde wohl der Filmtitel lauten, wenn das eigene Leben auf die Kinoleinwand käme?

Hauptdarsteller Chadwick Boseman fühlt sich noch zu jung, um die Frage zu beantworten. «Frag mich das in ein paar Jahren nochmals», meint er. Von den Gästen wollten wirs aber genau wissen: SI online hat sich unters Publikum gemischt und gemerkt: Auch hier gibts einige Höhen und Tiefen.

Beispielsweise bei Schauspielerin Isabella Schmid. «Mein Film würde wohl ‹The Waves› heissen», sagt 43-Jährige lachend, die an diesem Abend in einem Kleid von Giselle über den grünen Teppich läuft. Sie lebe ein sehr emotionales Leben. «Bei mir gibts viele Höhenflüge mit purem Glück und auf der anderen Seite kanns zum totalen Drama werden. Egal welche Gefühle ich habe, sie sind immer intensiv.» Ähnlich klingt es auch bei Lindt-Chef Ernst Tanner, 68, und seiner Frau Regina. «Unser Film würde ‹Crazy Life› heissen», meinen die beiden. «Wir haben so viel miteinander erlebt die letzten 42 Jahre.»

Bei «glanz & gloria»-Moderatorin Annina Frey, 33, herrscht hingegen «das grosse Chaos». «Ich bin zwar ein sehr organisierter Mensch, doch ich schaffe es immer irgendwie, dass um mich herum alles auf den Kopf gestellt wird», sagt sie. «Aber sonst wärs ja langweilig.»

Und wie sieht der Streifen über Moderator Max Loong aus? «Mein Film hiesse ‹Here and There and Nowhere›», meint er. Der Grund: «Ich lebe auf drei Kontinenten. Bin irgendwie überall zuhause und eben doch nirgends. Das Gefühl, irgendwo hinzugehören, das fehlt manchmal.» Das könnte sich in ein- bis eineinhalb Jahren ändern. Dann wird Max Loong seine Verlobte Sepideh Haftgoli heiraten. An einem tropischen Ort, wie der 33-Jährige verrät.

«Die schwarzen Brüder»-Schauspieler Leonardo Nigro, fiel auf dem grünen Teppich wohl am meisten auf - mit einer Mischung aus Gelb, Orange und Kupfer auf dem Kopf. Midlife-Crisis? «Nein», sagt der 40-Jährige. «Das ist für meine Rolle als Armon im Schellenursli-Film.» Und der Titel seiner eigenen Biografie? «Schlicht und einfach: ‹Der Bodenständige›. Ich bin bis jetzt nicht abgehoben und das wird auch in Zukunft nicht passieren.»

Didier Cuche, 40, sieht seinen eigenen Filmtitel bildlich. «Mein Streifen heisst ‹Down The Hills›», sagt der Skifahrer. «Auch wenns natürlich viele Ups gab.» Verleger Jürg Marquard, 69, hat ebenfalls eine schnelle Antwort parat: «The Full Life». Und Melanie Winiger? Die 35-Jährige hat die schlagfertigste Antwort auf die Frage nach dem eigenen Filmtitel: «I did it my way».

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