Zoe Torinesi ZFF-Moderatorin: «Filme schauen hilft gegen Stress»

Wenn der grüne Teppich in Zürich ausgerollt wird, verwandelt sich die Limmatstadt in ein Filmparadies. Für die Moderatorin des Zurich Film Festivals Zoe Torinesi beginnt dann eine harte Zeit: 30 Events in 10 Tagen. SI online erzählt die Solothurnerin, was sie kurz vor der Show tut, und welche Filme sie sich zusammen mit ihrem Freund anschaut.
Zoe Torinesi ZFF
© SI online/Roger Hofstetter

«Ich freue mich auf die Glamour-Atmosphäre am Zurich Film Festival. Und darauf, zu sehen, was die Leute tragen werden», sagt Zoe Torinesi.

Zoe Torinesi ist ein alter Hase, wenns darum geht, vor der Kamera oder auf der Bühne zu stehen. 2011 durfte sie das Zurich Film Festival zum ersten Mal moderieren, und auch heute ist es noch eine grosse Ehre für sie: «Dass ich nach drei Jahren immer noch angefragt werde, ist ein cooles Kompliment. Das bedeutet, dass nicht nur die Organisatoren, sondern auch das Publikum mit meiner Arbeit zufrieden ist», sagt die 32-Jährige im Interview mit SI online.

30 Events in 10 Tagen wird sie bewältigen müssen, und das erfordert eine gute Vorbereitung. Weil sie sonst eher chaotisch ist, schaut sie diesmal sehr genau, dass alles nach Plan läuft und nichts schief geht. Trotz jahrelanger Erfahrung hat die Solothurnerin immer noch etwas Bammel, bevor sie vors Publikum tritt. Ein autogenes Training hilft ihr, sich zu beruhigen: «Ich setze mich hin, versuche alles zu visualisieren und positiv zu denken. Manchmal ruf ich meinen Freund an, der mir Mut zuspricht. Und wenn gar nichts mehr hilft, gönne ich mir ein Schlückchen Cüpli. Wenn mehr Zeit da ist, darf auch ein Film als Stresskiller herhalten.»

Mit einem Lachen erinnert sich Zoe Torinesi an das erste Jahr bei ZFF, als sie bei der «The Help»-Premiere vor einem vollen Saal sprechen musste: «Ich war so nervös, dass ich meiner Betreuerin hinter dem Vorhang gesagt habe, dass ich da jetzt nicht rausgehen kann. Zum Glück liess sie sich von meinem Lampenfieber nicht beirren.» Mittlerweile geht sie die Sache etwas ruhiger an und dieses Jahr sollen trotz vollem Terminkalender auch ein paar Kinobesuche drin liegen. Es sind aber nicht nur die Filme, sondern auch die Atmosphäre, die internationalen Gäste und die Kulturszene,  die das ZFF ihrer Meinung nach ausmachen. Und Frauen hätten ja immer grosse Freude daran, sich zu solch einem Anlass richtig rausputzen zu dürfen, weiss sie.

Wenn es um Filme geht, ist das ZFF mit seiner grossen Auswahl genau das richtige für Zoe Torinesi. Sie steht auf Filme, die Geschichten erzählen, welche man selbst oft nicht nachvollziehen kann. Dramen, bei denen es um Rassismus, Pädophilie, Sekten und sonstige menschliche Abgründe geht, fesseln sie. Solche Szenarien muss sie sich aber oft alleine anschauen, da ihr Freund auf andere Genres steht. «Andrea schaut sich gerne so Action-Baller-Sachen an, die nicht so mein Ding sind. Wenn wir uns gemeinsam etwas ansehen wollen, einigen wir uns meistens auf einen Krimi oder etwas mit Spionen.»

Zurich Film Festival 2013: 26. September bis am 6. Oktober. Innerhalb dieser elf Tage werden 122 Filme aus 27 Ländern gezeigt.

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