«X Factor» Schweizer Duo Benman: «Unsere Eltern hatten Angst»

Am Sonntag gehört ihnen die «X Factor»-Bühne. Benjamin und Manuel Frei aus St. Gallen. SI online erzählen sie von ihrer Liebe zur Musik und den Sorgen ihrer Eltern.
Manuel (l.) und sein Bruder Benjamin haben sich spontan für die Teilnahme bei «X Factor» entschieden.
© VOX/Bernd-Michael Maurer Manuel (l.) und sein Bruder Benjamin haben sich spontan für die Teilnahme bei «X Factor» entschieden.

Sie sind erst 18 und 19 Jahre alt und haben wie so viele andere, die bei «X Factor» vorsingen, einen grossen Traum: einmal von der Musik leben zu können. Manuel und Benjamin Frei aus St. Gallen, die am Sonntag in der Vox-Castingshow zu sehen sind, verstehen ihre Teilnahme aber vielmehr als eine Lebenschule statt als mögliches Sprungbrett, wie sie gegenüber SI online sagen.

Der Entscheid, ans Casting nach München zu reisen, fiel deshalb auch spontan. «Wir sahen die Werbung im Fernsehen und dachten: Warum nicht?» Trotzdem schlichen sich erste Zweifel ein. «Was ist, wenn wir weiter und weiter kommen und wie lässt sich das dann mit unserem Leben vereinbaren? Haben wir überhaupt Zeit dafür?», sagt Manuel. Diese Frage stellten sich auch ihre Eltern. «Sie waren anfänglich sehr skeptisch unserem Vorhaben gegenüber: Erstens glaubten sie, dass wir dann den Casting-Stempel aufgedrückt bekommen und den nie weder los werden. Zweitens hatten sie Angst, dass wir unsere Lehrstelle verlieren.» Doch die Angst war unbegründet. Manuel, der eine Lehre zum Kaufmann absolviert, und Benjamin, der sich zum Konstrukteur ausbilden lässt, hatten ihre Arbeitgeber hinter sich. «Sie sagten uns, dass sie die Teilnahme als grosse Chance für uns sehen und uns unterstützen.»

Benjamin und Manuel sind noch Küken im Musik-Business. Vor eineinhalb Jahren gründeten sie die Band Benman, singen jedoch schon seit ihrer Kindheit. «Wir machen Rock und Pop, Bryan Adams hat uns inspiriert. Während Benjamin fürs Texten zuständig ist, kümmere ich mich ums Komponieren.» Eigentlich seien zu fünft, aber bei «X Factor» traten sie als Duo auf.

Vor Sarah Connor, Till Brönner und Das Bo zu singen, machte die Geschwister sehr nervös. «Vor allem das lange Warten war mühsam.» Und dann kam ihr Moment. Sie trugen «Drops of Jupiter» von Train vor und erhielten von der Jury nicht nur Lob zu hören. Sie stünden da wie Drähte, erinnert sich Benjamin an einen Kommentar. «Und sie meinten, dass wir uns mehr hätten bewegen müssen.» Ob sie trotzdem eine Runde weiter sind oder ohne Erfolg heimreisen mussten - Sie erfahren es am Sonntagabend, ab 20.15 Uhr auf VOX.

Alles zur Castingshow «X Factor» finden Sie im grossen SI-online-Dossier.

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