«Got to Dance» Schweizer tanzen im Halbfinale

Es ist etwas ganz Neues für die drei Jungs von Dirty Hands. Die Zuger Breakdance-Formation hat vor ihrer Teilnahme bei «Got to Dance» noch nie vor so einem grossen Publikum getanzt. Kein Wunder also, dass ihr Auftritt im Halbfinale der Tanz-Castingshow Nervenflattern auslöst.

Noch hält sich die Nervosität von Dirty Hands in Grenzen. Doch kurz vor ihrem Auftritt in der Sat.1-Tanzshow «Got to Dance» am Freitagabend wird sich das bei Michael Hofmann, 27, und den Gebrüdern Jan, 29, und Mark Dossenbach, 33, noch ändern. Da ist sich Michael im Interview mit SI online sicher: «Wir haben noch nie in einer Live-Show und vor einem Millionenpublikum getanzt, daher sind wir schon einiges nervöser als sonst.» Doch hätten sie diese Woche noch intensiv an ihrem Programm gefeilt. «Wir waren teils bis fünf Uhr morgens im Studio und haben an der Choreographie gearbeitet», erzählt Mark Dossenbach und gibt zu, dass sie deshalb momentan auch etwas am Anschlag sind. Sie hätten ihre Show sogar vor Publikum in einem Einkaufszentrum repetiert. «Denn wenn man vor Leuten Fehler macht, brennt sich das besser ein», klärt Mark auf. Und er muss es ja wissen, schliesslich rockt seine Breakdance-Truppe seit zehn Jahren kommerziell die nationalen und internationalen Bühnen. 

Dass sie es ins Halbfinale von «Got to Dance» geschafft haben, erfüllt die Profitänzer mit Stolz. Rechnen sie sich Chancen auf den Titel und den Gewinn aus? «Natürlich hoffen wir, dass wir weiterkommen und gewinnen. Doch die Konkurrenz in Köln ist stark.» Die 100'000 Euro wären bei einem Sieg jedoch lediglich eine nette Beigabe. «Das Geld wäre zwar schön, ist aber nicht unsere Motivation. Der Marktwert und Werbeeffekt vor zweieinhalb Millionen Zuschauern ist wichtiger», sagt Mark. 

Besondere Vorkehrungen müssen sie vor ihrem Auftitt keine treffen. Sie wärmen sich lediglich auf und dehnen sich. «Wenn man zehn Jahre vom Tanzen lebt, kennt man seinen Körper und weiss, was gut für einen ist. Wenn man es kann, kann man es!», sagt Mark bestimmt. Er selbst kann kurz vor dem Showdown noch locker ein Guetsli oder eine Banane verdrücken. Sein Bruder Jan hingegen schaut darauf, dass er unmittelbar vor der Show nichts mehr isst und alles verdaut hat. Haben Dirty Hands ein gemeinsames Ritual vor ihren Auftritten? «Klar!» Doch das würde für Aussenstehende keine Sinn ergeben. Es ist lediglich eine Wortfolge. Zu kryptisch, um es zu erzählen», gibt sich Mark geheimnisvoll.

Dass die beiden Brüder, die ihr Hobby zum Beruf gemacht haben, auch noch zusammen arbeiten, stellt kein Problem dar. «Im Gegenteil. Es ist gut, dass wir zu dritt sind. So können wir immer demokratisch abstimmen», sagt Jan. Und: Dass eine Vierer-Truppe wäre schlimmer wäre. «Da kann es dann sein, dass zwei gegen zwei sind.»

Schafft es die Schweizer Truppe Dirty Hands, die Jurymitglieder Howard Donald (Take-That-Sänger), Palina Rojinski (Meisterin in Rhythmischer Sportgymnastik) und Nikeata Thompson (Choreographin) von sich zu überzeugen? Ob Sie sich ein Tickets ins Finale am 5. Juli ertanzen können, wird sich am Freitag, 28. Juni, ab 20.15 Uhr auf Sat.1 zeigen.

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