Eveline Widmer-Schlumpf «Schweizerin des Jahres 2008»

«Der überwältigende Rückhalt hat mich fast umgehauen»
Die Schweizerin des Jahres Eveline Widmer-Schlumpf mit ihrem Mann Christoph: «Er  ist meine grosse Stütze.»
Die Schweizerin des Jahres Eveline Widmer-Schlumpf mit ihrem Mann Christoph: «Er ist meine grosse Stütze.»

«Riesigen Durst habe ich» sagt die neue Schweizerin des Jahres Eveline Widmer-Schlumpf nach ihrer Wahl. Im Parlament habe sie immer zwei, drei Mineralwasserflaschen dabei. Auch beim Swiss Award will sie nicht darauf verzichten. «Doch im letzten Moment hab ich die Flaschen nicht mitgenommen. Ich dachte, das sei deplatziert.»

Der neue Liebling der Schweizer zeigt überhaupt keine Allüren. Die Justizministerin bleibt ein Mensch zum Anfassen. «Ich schätze es, wenn Leute im Zug oder auf der Strasse mit mir diskutieren. Bundesräte sind keine Übermenschen.» Solche Worte sind Balsam für die Bevölkerung.

Und sie sind ein Grund dafür, dass 69,62 Prozent die Bündnerin gewählt haben. «Der überwältigende Rückhalt hat mich fast umgehauen!» Das motiviere sie, ihren Weg weiter zu gehen: «Ich bin gegen eine Miesmacherpolitik. Andersdenkende herunterzumachen führt zu Stillstand.»

Fast beiläufig erwähnt sie: «2008 habe ich 100 000 Briefe und Mails aus der Bevölkerung erhalten. Das stellt auf!» Und wie feiert sie ihren grossen Tag? «Mit Ehemann Christoph und Freunden beim Skifahren am Heinzenberg im Bündnerland.»


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