«X Factor» Schweizerin schafft's ins Bootcamp

In Folge drei bei den «X Factor»-Castings hat die Schweizerin Sabrina Bühlmann ihren grossen Auftritt - und kann die Jury überzeugen. Mit SI online spricht sie über ihre Ambitionen, DJ Antoine und ihre Zukunftsmusik.

SI online: Sabrina Bühlmann, Sie sind in der Musikszene bereits als Tyla Durden bekannt und nehmen trotzdem bei «X Factor» teil. Warum?
Sabrina Bühlmann: Das war mehr ein Zufall. Zuvor war ich beim grossen Bruder in Grossbritannien Kandidatin und kam unter die besten 500.

Sie hoffen mit «X Factor» auf den grossen Durchbruch?
In erster Linie geht es mir nicht darum zu gewinnen, sondern gesehen und gehört zu werden. Da aber letztes Jahr mit Edita schon eine Schweizerin Erste wurde, ist es unwahrscheinlich, dass es die Schweiz auch dieses Jahr weit nach vorne schafft.

«Deutschland sucht den Superstar» war für Sie keine Alternative.
Nein! Ich mag zwar Dieter Bohlen, sein Format aber weniger. Denn lange trägt die Show ihre Gewinner nicht.

Im «X Factor»-Casting, das am Dienstagabend ausgestrahlt wurde, sangen Sie «Fields of Gold» von Sting. Ist das Lied von besonderer Bedeutung für Sie?
Ich wählte diesen Song, weil er den Leuten gefällt. Mit 15 sang ich ihn bereits einmal während einer Vorführung am Konservatorium in Bern. Manche mussten damals weinen und dies passiert immer wieder, wenn ich ihn singe. Aber eigentlich bin ich weniger der Balladen-Typ, weshalb ich auch mit einem selbst produzierten Electronic-Dance-Track auftreten wollte. Doch mir wurde Sting empfohlen.

Sie sagen, ihr musikalisches Daheim ist die Dance-Music und standen vergangene Woche mit DJ Antoine für «The Dome 59» auf der Bühne.
Und das war der helle Wahnsinn. Die Stimmung war super und die Teenies kreischten.

Wie kam's zu der Zusammenarbeit?
Er hat mich vor zehn Monaten entdeckt. Zwei Songs - «Little by Little» und «Over the Rainbow» - habe ich mit ihm bereits aufgenommen. Momentan planen wir mögliche weitere Projekte. Ich bin ihm sehr dankbar! Ich hoffe, jetzt endlich meine Chance zu bekommen - nach all den Jahren harter Arbeit und des Verzichts.

Wohin möchten Sie mit Ihrer Musik?
Ich war immer eine sehr avantgardistische Person. Ich sehe, fühle und spüre, was kommt - glaube ich wenigstens. Meine Zeit ist jetzt gekommen: Ich möchte aber nicht nur die Musik, sondern das ganze Paket um die Musik herum revolutionieren.

Sie haben hohe Ansprüche.
Mag sein, aber man sagt mir auch nach, ich sei ein Rundumkunstwerk, das sich seit Jahren perfektioniert und immer weiter perfektioniert. Ich schreibe die Musik, ich singe, produziere, konstruiere, mache all mein Artwork und die Designs selber, baue mir die Netzwerke im Internet zusammen und entwerfe und nähe sogar die Outfits. Ich schneide meine Videos, denke mir Marketingstrategien aus und fotografiere mich teilweise selbst. Es gibt keine Grenze!

Aber ganz alleine können Sie das trotzdem nicht schaffen.
Das ist richtig. Auch eine One-Woman-Show braucht Hilfe.

Wo sehen Sie sich in der Zukunft?
Ich möchte von der Musik und meiner Kunst leben können, auch gerne sehr gut. Schliesslich habe ich bislang auf vieles verzichten müssen. Ich möchte reisen, viele Menschen glücklich machen und unterhalten.

Ihr Künstlername ist Tyla Durden. Was bedeutet der Name?
Tyla Durden ist die weibliche Form von Tyler Durden, der Hauptfigur von David Finchers Film «Fight Club» mit Brad Pitt und Edward Norton. Tyler ist die zweite Persönlichkeit der Hauptfigur. Jeder von uns hat eine Tyla und einen Tyler in sich, der alles kann, was wir selber nicht können. Wir sind manchmal von der Gesellschaft zu eingeschüchtert, deshalb brauchen wir einen Vorreiter. Der Film hat eine tolle Botschaft zwischen den Zeilen und die transportiere ich in meinem Gesamtkunstwerk.

Alles zu «X Factor» finden Sie im grossen SI-online-Dossier.

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