«GNTM» Schwere Vorwürfe gegen Heidi Klum & Co.

In der Finalshow vor einer Woche ging Jana Beller als Siegerin hervor. Die Jury um Heidi Klum entschied sich vor Ort in der Live-Show. Doch kritische Stimmen werden nun laut und werfen den Machern vor, ein abgekartetes Spiel zu treiben. Der Sender ProSieben wehrt sich.

Tessa Bergmeier, 21, nahm an der vierten Staffel von «Germany's next Topmodel» teil - schied als Vierzehnte aus. Jetzt, zwei Jahre später, nachdem Jana Beller, 20, zur Siegerin der sechsten Staffel erkoren wurde, packt sie aus und rechnet mit dem Sender und Chef-Jurorin Heidi Klum ab.

So wirft Tessa den «GNTM»-Machern vor, während der Zeit in der Modelvilla vieles zu inszenieren. «Man bekommt teilweise Anweisungen, was man zu tun hat. Ausserdem muss man in jeder Antwort die Frage des Redakteurs wiederholen. Das hat einen Gehirn-Wäsche-Effekt», sagt sie in der «Bravo» und drückt aus, was Kritiker schon lange vermuten. ProSieben reagiert darauf kurz und knapp: «Die erzählen Quatsch.» Insider sind sich zudem sicher, dass selbst die Final-Show eine Farce sei. Die Jury gaukle den Zuschauern vor, live zu entscheiden. Ein Augenzeuge berichtet dem Jugendmagazin: «Ich konnte beobachten, dass sich die Jury schon in einer Final-Show vor einigen Jahren nicht beraten hat.» Auch hier kontert ProSieben. «Die Jury entscheidet im Live-Finale», so Petra Dandl vom Sender.

Allerdings sei es auffällig, dass ausgerechnet die Gewinnerin des «Gillette»-Jobs auch «GNTM» gewinnt, heisst es gemäss dem Heft in diversen Foren. Dies war in den beiden letzten Jahren bei Alisar Ailabouni und Sara Nuru der Fall und ist dieses Jahr bei Jana Beller nicht anders. ProSieben zu dem Vorwurf: «Nein, die Jury entscheidet beim Live-Finale.»

Was Janas Erfolgsaussichten betrifft, sieht Tessa schwarz. «Man geht auf Dorf-Feste und läuft höchstens auf der Berliner Fashion Week für Labels, von denen ich vor ‹GNTM› noch nie gehört habe. Topmodel wird keine!»  Zudem kümmere sich der Sender nach dem Finale nicht mehr um seine Gewinnerin. Auch das stimmt nicht, sagt ProSieben, der von sogenannten Knebelverträgen ebensowenig wissen will. Es handle sich um bei TV-Produktionen übliche Verträge.

Trotz der Kritik, die Insider und Tessa äussern - das Format ist bei seinem Publikum beliebt. Und darum werde es auch eine siebte Staffel geben. Entgegen aller Gerüchte auch mit Heidi Klum. «Sie wird weitermachen.» Ob in derselben Besetzung wie in der sechsten Ausgabe (mit Thomas Hayo und Thomas Rath), lässt ProSieben aber noch offen.

Alles zu «Germany's next Topmodel» erfahren Sie in unserem Dossier.

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