«Jung, wild & sexy» Sexistisch, masslos, primitiv - oder?

Fünf Cliquen und jede Menge Aufregung: Am 20. Oktober 2010 strahlte 3+ die erste Folge der neuen Sendung «Jung, wild & sexy» aus. Jugendliche aus verschiedenen Kantonen werden vor, während und nach dem Partymachen begleitet. Ein Drama in drei Akten - was meinen Sie dazu?

«Ich muss wieder einmal eine durchnehmen, ein bisschen mit ihr spielen, sonst falle ich in ein Loch» - die Aussagen der Jungendlichen in der neuen 3+-Serie «Jung, wild & sexy» sorgen für rote Köpfe. 360'000 Leute schauten die erste Folge, in der sich fünf Jugend-Gruppen aus verschiedenen Kantonen in ihrem Alltag von Kameras begleiten lassen.

Während sich Gabriel, Güney und Francisco aus Basel vor allem mit Sex, Standhaftigkeit und Aufreissmethoden beschäftigen, ist in Luzern die Hölle los: Die Clique von Kasi und Susi droht in zwei Lager zu brechen, da sich die zwei getrennt haben. Kasi betrog Susi - der One-Night-Stand wurde schwanger. Susi verlor ihren Glauben an die Männer: «Die gehen in den Ausgang, um sich zu besaufen, Frauen aufzureissen und eine Nummer zu schieben.» Cyrill und Tobias aus dem Aargau haben ein ganz anderes Problem: Beide sind scharf auf Freund Daves Schwester Brigitte, genannt «Pringles».

Für Dominik Kaiser, den Senderchef von 3+, ist die heutige Jugend zwar deutlich extrovertierter als früher, wie er im Interview mit dem «Tages-Anzeiger» sagt. Trotzdem handle es sich bei den ausgewählten Protagonisten um ganz normale Jugendliche. «Im Ausgang eine grosse Klappe zu führen, blöde Sprüche zu klopfen, eine blöde Anmache zu wagen, mal eins über den Durst zu trinken, das gehört doch dazu, das war bei früheren Generationen nicht anders», meint er. Deshalb habe man an den Castings absichtlich auf Extremfiguren verzichtet. Spätestens auf den zweiten Blick seien die Protagonisten sympathisch. In Amerika und Holland ist dieses Phänomen bekannt: Ähnliche Sendungen entpuppten sich als Kassenschlager, die Hauptpersonen werden als Stars gefeiert.

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