«DGST» So wollen die Gruppen gegen die Sänger punkten

Ungleiche Kräfteverteilung im Finale der Castingshow: Von den neun Acts bei «Die grössten Schweizer Talente» sind gleich fünf Sänger. Und die haben erfahrungsgemäss grosse Chancen auf den Siegertitel. Die beiden Gruppen «Special Elements» und «Drums2Streets» haben sich deshalb einiges für die Show am Samstag einfallen lassen.

Im vergangenen Jahr siegte Sopranistin Maya Wirz. Beim deutschen Pendant waren es bislang Sänger Ricardo Marinello, Mundharmonika-Spieler Michael Hirte, Dresseur Yvo Antoni mit Hund PrimaDonna, Sänger Freddy Sahin-Scholl und Panflöten-Spieler Leo Rojas. Die Liste ist eindeutig: Bis auf eine Ausnahme haben jedes Mal Musiker sowie Einzelkandidaten bei deutschsprachigen Talent-Shows gewonnen. Für zwei Finalisten der aktuellen Staffel «Die grössten Schweizer Talente» sind das keine guten Aussichten: «Special Elements» und «Drums2Streets», die in grossen Gruppen antreten. Letztere erfüllen immerhin noch das musikalische Kriterium.

Fürs Finale setzen die Trommler und Tänzer deshalb noch einen drauf und versuchen, das Publikum mit überraschenden Elementen zu ködern. «Visuell werden wir etwas ganz anderes als bisher bieten», verrät «Drums2Streets»-Mitglied Angelo Razzino, 24, gegenüber SI online. «Nur die Wasserelemente aus dem Halbfinale wenden wir noch einmal an, aber dieses Mal in einer anderen Form.»

Ähnlich klingt es bei «Special Elements» aus Basel. Die sechsköpfige Tanz-Combo will ihrem Namen alle Ehre machen und «im Finale etwas Neues bieten», so Alex Nyffeler, 24. Mehr will er noch nicht verraten - die Show soll schliesslich bis Samstagabend eine Überraschung bleiben. «Special Elements» setzen ausserdem auf ihre weiblichen Fans: «Dass wir eine Gruppe von Männern sind, ist sicherlich ein Vorteil.» Im Gegensatz zu «Drums2Streets» hätten sie zudem die Möglichkeit genossen, sich dem Publikum einzeln vorzustellen. «Man kennt uns, unsere verschiedenen Persönlichkeiten. Und man weiss, wie wir ticken.» Schwierig werde es trotzdem, die Konkurrenz sei sehr stark. «Wir hoffen einfach auf eine gute Show und dass das Publikum zufrieden ist.»

Ehrfurcht vor den Mitstreitern zeigen auch die sieben Mitglieder der Trommel-Truppe «Drums2Streets». Sie seien sich bewust, «dass es extrem schwierig wird, gegen die geballte Gesangskraft anzukommen», sagt Angelo Razzino. «Wir bleiben da völlig realistisch.» Wo bleibt der Siegeswille? «Mit der Final-Teilnahme haben wir eigentlich schon gewonnen.» Von Anfang an hätten sie die Show als Plattform fürs Trommeln nutzen wollen - «das ist uns gelungen, und die Reaktionen waren grandios».

Sollte wider Erwarten dennoch eine der zwei grossen Gruppen am Ende das Rennen machen, fürs Preisgeld über 100'000 Franken existierten bereits konkrete Pläne: «Drums2Street» wollen Jung-Tambouren finanziell untestützen und  für einen Auftritt im Central Park nach New York reisen, «Special Elements» würden das Geld in Tanzstunden im Ausland stecken.

Das Finale von «Die grössten Schweizer Talente» sehen Sie am 17. März, ab 20.10 Uhr, auf SF1.

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