Michelle Obama Starke Farben. Starke Frau

Was Michelle Obama trägt, macht Mode. Wie sie es trägt, macht die First Lady einzigartig.
Starke Farben. Starke Frau
Starke Farben. Starke Frau

Michelle Obama ist die heimliche Siegerin dieses grandiosen Wahlspektakels und mit 1,82 Metern Körpergrösse nicht zu übersehen. Die 44-Jährige ist kein Luxus-Accessoire an der Seite des mächtigsten Mannes der Welt: «Ich habe eine laute Klappe, ich ziehe meinen Mann auf. Mit mir klarzukommen ist einer der Gründe, warum er zum Präsidenten taugt.»

Auffallend: Die Mutter zweier Mädchen macht keinen Zirkus um Mode, sondern erzielt mit minimalem Aufwand maximale Wirkung. Die Strategie, ob beabsichtigt oder nicht, katapultierte sie über Nacht in die oberste Liga der It-Girls. Während die Wahlkonkurrentin, die 54-jährige Cindy McCain, sündhaft teure Kostüme und 300'000-Dollar-Ohrringe trug, punktete Michelle mit einer Garderobe, die frau sich leisten kann.

Die Vergleiche mit Stilikone Jackie Kennedy Onassis mag rein äusserlich zutreffen, dem Phänomen Michelle O. werden sie nicht gerecht. Beide bevorzugen Ballerinas, Etui-Kleider, weisse Blusen, Figurbetontes. Doch Michelles Perlenketten sind keine «Breakfast at Tiffany’s»-Raritäten, sondern unecht («I love fake»).

Mit gewagten Knallfarben signalisiert sie: «Mode macht Spass.» Fashion-Clou: Die Frau des Präsidenten trägt Kleider von Gap und H&M (das Gestreifte kostete 34.95 Dollar) – und sie fühlt sich gut dabei. Eine Hermès-Bag wurde bisher nicht an ihrem Arm gesichtet. Jackie O. wäre vor Schreck in Ohnmacht gefallen.

Als Mrs. Obama während der TV-Show «The View» ein Donna-Ricco-Dress für 148 Dollar trug, war er Stunden später ausverkauft. Als sie Jay Leno verriet, dass sie Online-Shopperin bei J. Crew ist, brachen die Leitungen zusammen. Der Azzedine-Alaïa-Gürtel sorgte ebenso für Fashion-Furore wie die Cocktail-Kleider ihrer Lieblingsdesignerin ­Maria Pinto aus Chicago.

Wer sich so selbstsicher stylt, braucht keinen Stilberater. «Soweit ich weiss, verlässt sich Frau Obama auf ihren eigenen Geschmack», verrät ihre Sprecherin Katie McCormick Lelyveld. «Sie hat eine klare Meinung über sich und ein feines Gespür, was ihr steht und was nicht.»

Michelle Obama wird Mode-Geschichte schreiben. Noch nie war Selbstbewusstsein im Weissen Haus so anziehend.


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