Boris Becker «Stillen stelle ich mir wunderbar vor»

«Bin ich schon drin, oder was?», fragte Boris Becker in einem Werbespot für den Internet-Anbieter AOL. Heute ist die Antwort klar: Ja, er ist drin. Mittendrin im Familienleben. Wenn er über seinen jüngsten Sohn redet, klingt das so, als ob er diese Gefühle zum ersten Mal richtig erlebt– obwohl er jetzt vierfacher Vater ist: «Es ist ein Wunder», sagt er strahlend zu der deutschen Zeitschrift «Bunte». Und: «Mein Sohn verzaubert mich, jede Sekunde mit ihm ist Glück.».
Boris Becker und seine Lilly freuen sich über Baby Amadeus.
© DUKAS/ACTIONPRESS Boris Becker und seine Lilly freuen sich über Baby Amadeus.

Am 10. Februar 2010 erblickte Amadeus Benedict Edley Luis Becker in London das Licht der Welt. Boris, 42, stand seiner zweiten Frau Lilly, 33, bei der Geburt zur Seite: «Ich werde nie vergessen, wie ich im Kreisssaal die Nabelschnur durchschnitt.»

Die erste SMS ging an den ältesten Becker-Sohn Noah, 16. Die Antwort kam prompt – an seine Stiefmutter: «Lilly, das hast du toll gemacht.» Noah und sein Bruder Elias, 10, stammen aus Beckers erster Ehe mit Barbara, die beiden leben mit ihrer Mutter in Miami/USA. Tochter Anna, 9, entspringt «Bobbeles» Affäre mit der Russin Angela Ermakowa. Da sich Becker mit ihr gerade in einem Streit um die Tochter befindet, darf er sich öffentlich nicht über Anna äussern. Er hat dies aber in der Vergangenheit immer äusserst respekt- und liebevoll getan: «Hätte mir jemand gesagt, ich soll mir Kinder nach meinen Vorstellungen malen, ich hätte mir genau diese drei gemalt.»

Trotzdem – dessen ist sich Boris Becker bewusst – ist er für Amadeus ein anderer Vater als er es für seine drei anderen Kinder war. Vielleicht kein besserer. Aber sicher einer, der präsenter ist, das Vatersein bewusster geniesst als vorher. «Ich kann heute, jenseits der vierzig, besser mit meinen Stärken und Schwächen umgehen», sagt Becker. «Die Neugier, mich ständig unter Beweis stellen zu müssen, lässt nach. Das Wir-Gefühl ist stärker als der Egoismus.»

Boris platzt vor Stolz und Glück über seinen Nachwuchs – und ist ein kleines bisschen neidisch: «Stillen stelle ich mir wunderbar vor.» Das muss er gezwungenermassen seiner Frau überlassen. Dafür besorgte er bereits einen deutschen Pass für Amadeus. Einen britischen und einen niederländischen kriegt er auch noch. Sein Mami wird holländisch mit ihm reden, der Papi englisch und deutsch. Ob der kleine Mann auch teilweise in Zug aufwachsen wird, wo Beckers Firma ihren Sitz hat, ist noch ungewiss.

Ganz klar ist hingegen für Lilly eines: Einen erneuten Betrug ihres Ehemanns wird sie nicht verzeihen. «Wir haben das schon durchgemacht. Es reicht.» Damit spricht Lilly die kurzzeitige Verlobung ihres Mannes mit Sandy Meyer-Wölden im Sommer 2008 an. Boris weiss aber wohl inzwischen, was er an seiner attraktiven Frau hat. Und es stört ihn auch nicht, wenn diese mal ein bisschen fremdflirtet: «Ich gucke dann weg. Das Leben ist wie ein Fünfsatzmatch. Den fünften musst du gewinnen. So sehe ich das.»

Mehr darüber, wie der Baby-Alltag im Hause Becker aussieht und erste exklusive  Bilder des süssen Becker-Babys sehen Sie in der Schweizer Illustrierten Nr. 10 vom 8. März 2010.

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