EMA 2012 Swift lässt sich feiern, Bieber drückt sich

Mit drei Auszeichnungen gehörte Taylor Swift bei den MTV Europe Music Awards am Sonntagabend zu den Abräumern. Nur Teenie-Star Justin Bieber konnte mit der Countrysängerin mithalten. Der tauchte in Frankfurt aber nicht auf - und konnte so Fragen zur angeblichen Trennung von Selena Gomez aus dem Weg gehen.

Bei den europäischen MTV-Preisen sind wieder Stars aus Nordamerika die Hauptgewinner gewesen: Country-Star Taylor Swift gewann drei Preise. Sie holte sich am Sonntagabend in Frankfurt die Trophäen als beste Sängerin, für die beste Live-Show und den besten Look ab.

Der kanadische Teenieschwarm Justin Bieber wurde zum dritten Mal in Folge zum besten Sänger gekürt und gewann ausserdem in den Kategorien «Best Pop» und «Best World Stage». Bieber kam allerdings nicht persönlich zur Verleihung, sondern bedankte sich nur per Videobotschaft. Ob der Sänger Fragen zu den hartnäckigen Trennungsgerüchten mit Selena Gomez aus dem Weg gehen wollte? Erst Tage zuvor hatte ein Insider im Gespräch mit «E!News» enthüllt, die beiden hätten Schluss gemacht. Auch andere US-Portale berichteten, dass die zwei fortan getrennte Wege gehen.

Die rund 8000 Fans in der Frankfurter Festhalle kümmerte das nicht. Sie kreischten ihren Idolen zu, so auch der Kanadierin Carly Rae Jepsen. Sie gewann zwei Preise, darunter die Auszeichnung für den besten Song: für ihren Ohrwurm «Call Me Maybe». Sie stach unter anderem die Top-Favoritin des Abends aus - die Sängerin Rihanna, die in sechs Kategorien nominiert war, ging komplett leer aus.

Auch der neue Weltstar Psy aus Südkorea war nach Frankfurt gekommen - er gewann den Preis für das beste Video, für den hunderte Millionen Mal im Internet angeklickten Hit «Gangnam Style» und den dazugehörigen Ritt-Stil-Tanz.

Die irisch-britische Boygroup One Direction bekam zwei Preise: für die grössten Fans und als beste Newcomer. Gross in Erscheinung traten sie aber bei der zweistündigen TV-Show nicht.

184 MILLIONEN STIMMEN
Die Fans hatten im Internet über ihre Pop-Idole abgestimmt. Laut MTV gingen in diesem Jahr 184 Millionen Stimmen ein, vergangenes Jahr waren es 158 Millionen gewesen. Während der von Ex-Model Heidi Klum moderierten Gala wurden einige Preise sogar nur online bekanntgegeben. Der Fernsehzuschauer bekam das nicht unbedingt mit, nur wenn er parallel im Internet mitfieberte.

Nur wenige Preisträger waren schon vor Beginn der Show bekannt: Tim Bendzko wurde zum «Best German Act» gewählt und zeigte seine Trophäe stolz auf Facebook; die im Februar im Alter von 48 Jahren gestorbene US-Pop-Diva Whitney Houston wurde posthum als «Global Icon» geehrt. Alicia Keys bezeichnete sie als «göttliche Stimme». Schon als Kind habe sie zu ihr aufgeschaut.

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