Alpen-Chic Top in St. Moritz

Die neuen Stars der Schweizer Model-Szene! Leona Sigrist, Natalja Neumeister und Natasa Mitrovic zeigen im Oberengadin, wie man in den Bergen chic Weihnachten feiert.

Im Grunde genommen gibt es kein Gütesiegel für Topmodels. Vergessen kann man auch die Castingshows! Die haben noch keinem Mädchen zu wirklichem Ruhm verholfen. Wer in New York, Paris oder Mailand als Top-Model Geld verdienen möchte, wer in die Fussstapfen von Gisele Bündchen, Patricia Schmid oder Agyness Deyn treten will, braucht den besonderen Wiedererkennungs-Look, muss aber auch sehr wandlungsfähig sein.

Hinzu kommt eine professionelle Agentur, die über internationale Kontakte verfügt. Und zu guter Letzt ein bisschen Glück. Natalja Neumeister, Natasa Mitrovic und Leona Sigrist bringen die besten Voraussetzungen mit für eine steile Karriere. Jede stellt einen speziellen Typ dar. Leona ist das Mädchen mit dem Glamour-Gesicht, das an die Diven der 40er-Jahre erinnert.

Natasa könnte einer kalifornischen Hippie-Kommune aus den Sechzigern entsprungen sein. Und Natalja hat das Zeug zum «Sports Illustrated»-Girl. Dass das Trio von Ursula Knecht (sie hat von Patricia Schmid über Nadine Strittmatter bis Julia Saner alle weltbekannten Schweizer Models entdeckt) von Option in Zürich gemanagt wird, ist das Pünktchen auf dem i.

Die besten Models werden – das wollen Leona, Natalja und Natasa. Während der zwei Tage im Engadin geben die Mädchen alles. Tagwacht um fünf Uhr in der Früh – kein Problem. Posieren auf der Diavolezza bei eisigem Nordwind und gefühlten minus 15 Grad – geht doch. Am gleichen Tag mit der Gondelbahn runter ins Tal, um in der Bodega-Bar des Hotels Misani in Celerina in Glam-Rock-Mode zu posieren – das macht Spass.

«So ist nun mal unser Job. Echt cool», findet Leona. Zwischen den Pausen schnappt sie sich Martin Suters Roman «Die dunkle Seite des Mondes» und versinkt in eine andere Welt. «So kann ich am besten auftanken. In Paris verbringe ich viel tote Zeit bei Castings – die nutze ich zum Lesen. Schaden tuts nicht», sagt sie. Am nächsten Tag wird im Hotel Lej da Staz Mode im Retro-Look vorgeführt.

Die drei Mädchen sitzen in der Lobby und sehen – nachdem sie geschminkt und frisiert worden sind – wie britische Landladys aus. Anstelle von Afternoon-Tea und Gurken-Sandwiches gibts – schweizerisch boden­ständig – Kamillen-Tee und Heusuppe, eine Spezialität des Hauses. Als das Shooting am Abend beendet ist, meint Natasa: «Viele denken, dass wir ab­gehoben sind. Wenn du es gut machen willst, muss du am Boden bleiben.»

Und so was sagt die Jüngste im Bund!

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