Robert Ismajlovic und Danijela Kolakovic Trennung - wegen Karriere!

Nach 14 Jahren verlässt Ex-­Mister-Schweiz Robert Ismaj­lovic seine Danijela. Obwohl er sie liebt. Aber seine Schauspielkarriere ist ihm wichtiger.

Der Countdown läuft: Auf Robert Ismajlovic, 33, wartet eine neue Karriere als Schauspieler in Berlin. Deshalb stapeln sich überall Kisten, Säcke, Bilder, Vasen – der ganze Hausrat des Mister Schweiz 2003 und seiner langjährigen Freundin Danijela Kolakovic, 36. In wenigen Tagen verlassen sie die Dreizimmerwohnung in Kilchberg ZH, wo sie die vergangenen drei Jahre lebten. Robert und Danijela gehen in Zukunft getrennte Wege – zwischen ihnen ist es aus. Endgültig?

14 Jahre galten sie als Traumpaar. Er, der gross gewachsene attraktive Kroate, der mit fünf Jahren in die Schweiz kam und nur wenige Monate nach seiner Einbürgerung zum schönsten Schweizer gekürt wurde. Sie, die bosnische Serbin, Zahnarztgehilfin und mehrfache Miss Fitness, mit Oberarmen so stark wie jene von Robert, «aber definierter». Diese brauchte sie, um Roberts zahlreiche Verehrerinnen während und nach dem Mister-Jahr abzuwehren.

Am kommenden 27. Juni nimmt die 166 Zentimeter grosse und 62 Kilo schwere Muskelfrau zum dritten Mal am Miss-Universum-Wettkampf teil. «Nach dem vierten und dritten Rang will ich dieses Mal Erste werden.» Sollte sie den ersten Rang schaffen, peilt Danijela eine Profi-Karriere an. Schon jetzt reist sie durch die Welt, von einem Wettkampf zum nächsten. Sie weiss, dass sich ihr Traum mit Roberts Schauspiel-Ambi­tionen kaum unter einen Hut bringen lässt. Ihn zieht es nämlich für eine kleine Rolle als Tierarzt in einer TV-Serie nach Berlin-Mitte. Komme, was wolle.

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In der deutschen Metropole möchte er als Schauspieler Fuss fassen, um später das Kino und am liebsten Hollywood zu erobern. Damit sie ihre sehr unterschiedlichen Ziele erreichen können, geben sich Robert und Danijela frei. «Wir sind im besten Alter und können noch viel erleben», glaubt er.

Nicht nur beruflich wollen sie neues Terrain erobern – auch privat möchten sie sich wieder frisch verlieben und Schmetterlinge im Bauch spüren. Schon vor einiger Zeit habe sich die Leidenschaft aus der Beziehung verflüchtigt: «Wir lebten sehr harmonisch zusammen, doch der Funke ist erloschen.» Ihre Körpersprache signalisiert etwas anderes. Und ganz selbstverständlich nennt Danijela ihren Robert Schatz, während sie sein Snoopy ist. Wann sie damit aufhören werden? «Nie», kommt die Antwort unisono wie aus der Pistole geschossen.

Gelächter, eine kleine Neckerei – die beiden bleiben ein Team. Oder doch mehr? Während des Interviews ruht Roberts Hand auf ihrem Bein. Immer wieder legt er den Kopf auf ihre Schulter, sucht den Körperkontakt. «Nur das Bett teilen wir nicht mehr.» Dennoch sagt Robert im Brustton der Überzeugung: «Ich liebe Danijela immer noch.»

«Danijela wird immer mein Snoopy bleiben – und ich ihr Schatz»

Sie aber liebt einen anderen. ­Einen älteren Mann, der in Belgrad lebt. «In diesem Moment realisierte ich, dass es zwischen Robert und mir vorbei ist.» Robert lächelt. Mittlerweile hat er die Kröte geschluckt: «Natürlich war es hart, aber ich sehe, dass sie glücklich ist, und nur das zählt.»

Obwohl er noch Gefühle für sie hegt, geht die Schauspielkarriere vor. «Und da ich damit ganz am Anfang stehe, kommen Kinder und Familie für mich in den nächsten Jahren nicht infrage.» Danijela eilt es damit zwar auch nicht, aber: «Ich bin 36 Jahre alt und möchte die Chance wahrnehmen, eine Familie zu gründen, solange es möglich ist.»

Sie musste Robert versprechen, falls sie je einen Sohn bekommen sollte, den Kleinen nach ihm zu nennen – «so gehts in Ordnung für mich», witzelt er. Sein Herz konnte noch keine andere Frau erobern, obwohl er einige Dates hatte. Die Liebe steht nicht im Vordergrund. «Ich will mich auf die Karriere konzentrieren.» Dafür gibt er viel auf – sogar Danijela. Für immer?

Nicht unbedingt. Keiner der beiden schliesst aus, dass sie wieder zueinanderfinden. Sie trauen sich aber auch zu, mit neuen Partnern glücklich zu werden. «Ich finde es spannend, nicht genau zu wissen, wie es weitergeht», sagt Danijela. Sie plant, in Zukunft vermehrt im Ausland zu leben. Robert bricht seine Zelte hier nicht ganz ab. Als Botschafter für «50 Jahre Pflegehelfer/-in SRK» des Schweizerischen Roten Kreuzes wird er das Jubiläum mitgestalten. «Berlin ist ja nur einen Katzensprung entfernt.»

Wenn alles läuft wie geplant, wird die Entfernung bald grösser – Robert will nach Hollywood. Er träumt von einer Rolle in einem Actionfilm oder in einem Thriller. «Für Danijela würde ich sogar in einem Horrorstreifen mitmachen, obwohl es nicht mein Genre ist. Sie hingegen liebt es, wenn das Blut spritzt.» So viel Aufopferung tönt mehr nach Liebe – als nach Trennung. Oder?


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