Zurich Film Festival Closing Night Turbulentes Festival endet im Hoch

Das Zurich Film Festival hat dieses Jahr nicht nur auf der Leinwand und dem roten Teppich für Schlagzeilen gesorgt. Trotz turbulenter ist die 5. Ausgabe es feierlich zu Ende gegangen.

Der signalrote Teppich ist ebenso lang wie glamourös. Und dieses Jahr voller Stolpersteine. Die fünfte Aus­gabe des Zurich Film Festival hat es in sich: Stichwort Roman Polanski, Stichwort grippeerkrankter Til Schweiger. Aber den Organisatoren Nadja Schildknecht und Karl Spoerri ist der Tumult der letzten Tage nicht anzusehen (Nadja: «Ich habe ein gutes Make-up»).

Spoerri: «Die Bilanz des Festi­vals ist positiv.» Immerhin sorgen am letzten Abend ja auch Michael Keaton, Morgan Freeman und Peter Fonda für einen Hauch Hollywood an der Limmat. Fonda übrigens verrät, wie er das Grab von James Joyce besuchte, ja sogar mit ihm sprach: «Die Leute halten mich halt für verrückt.»

Wortkarger gibt er sich, wie auch die meisten anderen Gäste, zur Verhaftung von Polanski. Nur Marco Rima findet eindeutige Worte: «Wer vergewaltigt, gehört in die Kiste. So einfach ist das.» Das Zurich Film Festival hat in diesem Jahr definitiv seine Unschuld verloren. Als erwachsenes Festival kann es dafür in Zukunft so richtig gross werden – mit einem roten Teppich ohne Stolpersteine.

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