«X Factor» Vor dem Finale geht's «drunter und drüber»

Von 25'000 Bewerbern sind noch drei Acts übrig: David Pfeffer, Nica & Joe und Raffaela Wais kämpfen am Dienstagabend um den Sieg bei «X Factor». Doch nicht alle sind gleich angespannt. SI online hat wenige Stunden vor der Show bei den Finalisten nachgehakt.

UPDATE: Nica & Joe mussten die Finalshow als Erste verlassen.

Am Dienstagabend, 6. Dezember, geht es um die Wurst. Nach monatelangem Suchen entscheidet sich endlich, welcher Musik-Act den bestimmten «X Factor» besitzt. 25'000 haben sich beworben, 161 schafften es ins Bootcamp, 24 ins Juryhaus, 12 schliesslich in die Live-Shows. Und nun sind noch 3 Acts im Rennen, die unterschiedlicher nicht sein könnten: der sanfte Polizist David Pfeffer, 29, die kühle BWL-Schönheit Raffaela Wais, 22, sowie das Klassik-Pop-Duett Nica & Joe, bestehend aus Veronika Belyavskaya, 24, und Joseph Guyton, 31.

Wenige Stunden vor dem Finale herrscht Anspannung. «Am meisten Druck machen wir uns wohl selbst», sagt Nica. «Für Joe und ich ist es am wichtigsten, eine gute Performance abzulegen. Wir nutzen noch jede freie Minute, um die Songs durchzugehen und an den Details zu feilen.» Besonders unter Stress fühlt sich der sonst so ruhige David Pfeffer. Bei den Proben am Montag sei es wegen zusätzlicher Termine «drunter und drüber» gelaufen, erzählt er. Deshalb musste er noch eine Nachtschicht einlegen. «Ich hatte einfach zu wenig Zeit, die Songs zu üben.» Gelassen wirkt hingegen Raffaela Wais. «Es ist  toll, so viel zu tun zu haben», sagt sie auf einer Pizza kauend. Dass sie neben den Proben noch nicht zum Essen gekommen sei, mache ihr nichts aus. «Immer ein gechilltes Leben zu haben ist doch langweilig.»

Vielleicht ist auch die Tatsache, dass sie im Gegensatz zu den anderen beiden Acts bereits zweimal ums Weiterkommen zittern musste, für ihre Gelassenheit verantwortlich. «Ich dachte nach den Entscheidungsduellen wirklich, dass ich rausfligen würde. Und war erst einmal schockiert, als es dann doch nicht so war.» So würde sie wohl auch bei einem allfälligen Sieg reagieren, vermutet sie. «Oh Gott! Ich und gewinnen? Das würde ich erst einmal überhaupt nicht verstehen können.»

Schon zu Beginn der Live-Sendungen als Favoriten gehandelt wurden indes Nica & Joe. Siegessicher mache sie das jedoch nicht, sind sie sich einig. «Aber wir stehen im Finale - und genau das war unser Ziel», führt Nica aus. «Deshalb sind wir schon Gewinner. Besser geht's nicht. Fast nicht.» So oder so werde ihr künftiges Berufsleben auf der Bühne stattfinden, wie auch schon vor «X Factor». «Wir werden weiterhin zusammen auftreten.»

Zurück auf den Polizeiposten müsste David Pfeffer, wenn er am Dienstagabend leer ausginge. «Aber wohl nicht mehr dieses Jahr», sagt er. Damit befassen mag er sich sowieso noch nicht - auch nicht mit einem «X Factor»-Sieg. «Ich weiss nicht, was mich als Gewinner erwarten würde. Wieso soll ich mir dann Gedanken darüber machen?» 

Alles zu «X Factor» erfahren Sie im grossen Dossier auf SI online.

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