«Desperate Housewives» Wie endet die Erfolgsserie?

Das Ende naht unweigerlich: Nur noch wenige Folgen bleiben, bis «Desperate Housewives» ganz von den Fernsehbildschirmen verschwindet. Über den Schluss kann bisher nur spekuliert werden, obwohl die Serienmacher immer mehr Details durchsickern lassen.

Am 25. September 2011 beginnt in Amerika der Anfang vom Ende: Dann läuft die letzte Staffel von «Desperate Housewives» an. Obwohl die Fans in der Schweiz und in Deutschland die letzten zehn Folgen erst nächstes Jahr sehen können, spekulieren sie bereits fleissig mit, wie die Serie endet. In Foren wünscht sich ein User, dass man Susan Mayer, Gabrielle Solis, Lynette Scavo und Bree Van De Kamp am Schluss im Alter von 80 beim Kartenspielen sieht. Ein anderer Fan will, dass Marie Alice Young, die sich in der ersten Folge erschossen hatte, aus einem bösen Traum aufwacht. Alles, was in acht Staffeln «Desperate Housewives» passiert ist, wäre demnach nicht real gewesen.

Achtung! Spoiler!

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Damit liegt er gar nicht so falsch: Denn gemäss den Produzenten wollen sie zum Schluss wirklich zu den Ursprüngen zurückkehren. Bob Daily gibt einen kleinen Vorgeschmack und schliesst aus, das eine der Frauen sterben wird. «Unsere vier Hauptfiguren liegen uns sehr am Herzen und sind uns wichtig. Das heisst aber nicht, dass nicht eine andere Figur ins Gras beisst. Darüber diskutieren wir noch.» Klar ist, der Schluss soll nach sieben Jahren auf Sendung pompös sein: «Ich habe bereits eine Idee für die letzte Episode, die aus einer Hommage an alle, die bereits in der Serie mitspielten, bestehen soll», sagt «DH»-Erfinder und Produzent Marc Cherry. Damit schürt er bei den Fans die Hoffnung, dass Dana Delany als Katherine Mayfair und Edie Britt, dargestellt von Nicollette Sheridan, nochmals zurückkehren. Erstere sieht dieser Idee offen entgegen. «Ich würde gerne noch mal für eine Folge zurückkommen, um die Dinge mit Katherine unter Dach und Fach zu bringen. Ich will wissen, ob sie glücklich ist. Eine glückliche Lesbe - wäre das nicht nett?»

Ganz anders denkt Nicollette Sheridan über ein Comeback. Ihr Charakter Edie starb durch einen Autounfall: Sie wolle nicht als Geist zurückkehren, obwohl «ich Edie liebte. Aber sie töteten sie!». Möglicherweise hat ihr Unwille auch persönliche Gründe. Sie wirft Marc Cherry vor, er sei handgreiflich geworden, habe sie sexuell belästigt und sie verletzt. Schliesslich soll er sie rechtswidrig rausgeworfen haben, weshalb sie ihn auf 20 Millionen Dollar verklagt. Der Prozess beginnt im Oktober.

Marcia Cross wünscht sich für ihre Rolle Bree Van de Kamp deren Männer zurück: «Ich will auf jeden Fall meine Jungs noch ein letztes Mal um mich haben! Ich hatte während der Serie eine Reihe toller Männer an meiner Seite und ich hoffe inständig, dass sie alle zurückkommen!» Lynette Scavo hatte zwar nur einen Mann - Tom - dennoch schmiedet Darstellerin Felicity Huffman auch für deren Abgang Pläne: «Jetzt, da das Ende naht, können alle bei Lynette und Tom wetten. Möglicherweise bleiben sie bis zum Schluss zusammen, möglicherweise auch nicht. Wer weiss: Die Serienmacher brauchen die Fans nicht mehr glücklich zu machen, sie können sich alles erlauben.»

Felicity scheint derweil auch die einzige Darstellerin zu sein, die sich Gedanken über ihre Zukunft als Schauspielerin macht. Eine Zukunft, für die sie schwarz sieht: «Wenn solche Sachen zu Ende gehen, dann begibt man sich ins Schauspiel-Gefängnis. Für jeden wird es schwierig sein, mich als jemand anderen als Lynette Scavo zu sehen. Es ist also nicht schlau, sich das Massensterben der Seriendarstellerin um sich herum anzuschauen und zu denken, dass einem das selbst nicht passieren kann. Das wird es wahrscheinlich! Deshalb plane ich, künftig Supermärkte und Tankstellen zu eröffnen.»

Das Ende naht unweigerlich - auch wenn den Schweizer Fans noch einige Folgen bis zum Schluss bleiben. Dennoch lässt Marc Cherry mit seinen Aussagen auf eine rosige Serien-Zukunft hoffen. Denn er plant zurzeit eine neue Serie. Und auch wenn für die eingefleischten Fans klar ist, dass nichts auf der Welt die vier Hausfrauen aus der Wisteria Lane ersetzten kann, sollte bedacht werden, dass beim Start kaum jemand mehr als ein müdes Lächeln für «Desperate Housewives» übrig hatte: Galt doch der Erfolg des Vorläufers «Sex And The City» damals als unerreichbar und die Serie als unersetzbar.

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Wie soll «Desperate Housewives» enden? Und wen wollen Sie zum Schluss noch mal sehen? Welche Fragen sind noch offen? Schreiben Sie uns Ihre Meinung - im bereitstehenden Kommentarfeld. 

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