Jane Birkin Zehn Dinge, die ich unbedingt tun muss

Für ihr aktuelles Album «Enfants d'Hiver» schrieb die britisch-französische Sängerin Jane Birkin, 62, erstmals alle Texte selber - radikal, politisch, aber auch zart. Am 18. März steht sie im Zürcher «Kaufleuten» auf der Bühne.
Jane Birkin, die Muse von Serge Gainsbourg («Je t'aime ... moi non plus») wünscht sich heute eine «letzte grosse Liebe».
© Laurent Dubin Jane Birkin, die Muse von Serge Gainsbourg («Je t'aime ... moi non plus») wünscht sich heute eine «letzte grosse Liebe».

1. Die Hand von Aung San Suu Kyi schütteln
Und zwar in Freiheit! Die burmesische Oppositionsführerin und Friedensnobelpreisträgerin steht auf Anordnung der Militärjunta seit
bald 20 Jahren unter Hausarrest.

2. Heissluftballon fahren
Der Ballon braucht einen riesigen Korb. Ich möchte nämlich meine drei Töchter Kate, 41, Charlotte, 37, und Lou, 26, mitsamt ihren Familien mitnehmen.

3. Für Haustiere in Spitälern kämpfen
Ältere alleinstehende Patienten würden sicher schneller genesen, wenn sie ihr Kätzchen oder ihren Hund mit ins Krankenzimmer nehmen dürften.

4. Orang-Utans auf Borneo schützen
Die Affen sind durch die massive Abholzung des Regenwaldes bedroht. Mein Bruder Andrew, 63, war dort und hat mir davon berichtet.

5. Nach Hause kommen
Mein Haus in der nordfranzösischen Hafenstadt Brest blieb die letzten sieben Jahre praktisch unbewohnt. Ich war ständig unterwegs.

6. Familienferien organisieren
Ich will möglichst bald auf der Pazifikinsel Samoa eine Hütte mieten – für einen Monat. Dann lade ich Familie und Freunde zum Baden ein.

7. Für mehr Platz im Knast demonstrieren
Auch Straftäter haben Rechte! Frankreichs Gefängnisse sind einfach hoffnungslos überfüllt.

8. Ein Kulturzentrum für Jugendliche gründen
Im Theatersaal probe ich mit ihnen Shakespeare. Meine Tochter Lou liest ihnen aus ihrem Buch «Lettres intimes» vor. Und mein Bruder Andrew hilft ihnen bei Mathematik und Physik. Er kann das so anschaulich erklären!

9. Meine humanistisch-ökologische Idee umsetzen
Wieso baut man keine Siedlungen für Obdachlose aus Recycling-Materialien? Das wäre umweltfreundlich, sozial und günstig.

10. Im Zug die Welt umrunden
Eine Fahrt mit der Transsibirischen Eisenbahn reizt mich. Im russischen Tschita wechsle ich in den Zug nach Peking: um dort einen Regimewechsel abzuwarten.

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