Didier Défago Zu Hause längst die "Nummer 1"

Papa und Superstar! Nach dem Lauberhorn gewinnt Didier Défago auch in Kitzbühel. Für Töchterchen Alexane ist er sowieso der "Grösste".
Alexane, 11/2, findet Halt bei Papa Didier; und der tankt bei seinem Töchterchen Kraft zum Siegen.
Alexane, 11/2, findet Halt bei Papa Didier; und der tankt bei seinem Töchterchen Kraft zum Siegen.

Die Vergangenheit holte Didier Défago, 30, just am Tag des Triumphes bei der Pressekonferenz ein, wo ihn die Moderatorin den Medien als Didier Cuche präsentierte. Ein freudscher Versprecher aus der Macht der Gewohnheit, die bis dato nur den anderen Didier aus der Westschweiz als (Kitzbühel-)Sieger für "möglich" gehalten hatte.

Aber Défago trafs nicht, es kostete ihn wie alle anderen nur einen Lacher. «Ich hab mir nie viel aus Rummel gemacht», meinte er. «Es hat mich nie gekränkt, sondern höchstens motiviert, im Schatten anderer Schweizer, ob Cuche oder Kernen oder der jungen Garde, gestanden zu sein.»

Mehr beschäftigte den Romand, dass er die Stunde des Triumphes diesmal mit seinen Liebsten auskosten durfte. Ehefrau Sabine und das 15 Monate alte Töchterchen Alexane erlebten im Unterschied zu Wengen in Kitzbühel den grossen Moment ihres Ehemannes und Papas vor Ort mit. «Im April kommt unser zweites Kind zur Welt. Ich freue mich schon sehr darauf – da gibts dann viel zu tun.»

Es dürfte ganz anderer Stress auf den Walliser aus Morgins warten als jener, den er eben als neuer gefeierter Star der Szene erlebt. Und auch die Hobbys werden dann hinten anstehen müssen. «Ich gehe sehr gern fischen. Und ich spiele auch leidenschaftlich Golf. Jedoch nur mit Handicap 28, ich habe zu wenig Zeit. Aber für die Konzentration ists ganz wichtig.»

Als 30-jähriger Spätzünder erfüllte sich Didier Défago nicht nur den Traum, auf der Streif zu triumphieren. Der Romand schaffte als erst dritter Schweizer nach Roland Collombin (1974) und Franz Heinzer (1992) den klassischen Wengen-Kitzbühel-Doppelpack. Wie der österreichische Super-G-Premierensieger Klaus Kröll so hat sich auch Didier Défago vom Platz- und Podestfahrer, der er lange war, im Blitztempo in einen Sieg­läufer verwandelt.

Zu zweit stellten die früheren Statisten der Topstars die Grössen der Szene in den Schatten. Und machten sie selbst zu Komparsen. «Ich habe stets an mich geglaubt – und ich war ja auch oft genug auf dem Podest oder nahe dran», sagt Didier. Aber ehe er vor Wochenfrist am Lauberhorn zuschlug, hatte er nur einmal ganz oben gestanden – 2003 in Gröden (Super-G).

Als er in Wengen den ersten Abfahrts­triumph genoss, war ihm insgeheim auch der Gedanke gekommen: «Hoffentlich dauerts nicht wieder sechs Jahre bis zum nächsten Sieg!» Jetzt hat er binnen sieben Tagen zweimal gewonnen. Und geht damit in die Annalen ein als einer der ganz Grossen, vor dem sich auch Trainingskollege Marco Büchel, Kitzbühel-Super-G-Sieger 2008, aus Liechtenstein verneigte: «Würd ich Lauberhorn und Streif en suite gewinnen, wäre mir die WM in Val d’Isere schnurzegal. Ganz ­ehrlich – auf dieser Piste hätt ich dem Didier das nie zugetraut.»

Spät, aber doch noch erfüllte sich damit auch die Prognose des einstigen Schweiz-Cheftrainers Dieter Bartsch, der vor mehr als zehn Jahren vorhergesagt hatte: «Aufgepasst – mit Didier Défago haben wir ein Supertalent, da können sich die Österreicher warm anziehen!» Keine leeren Worte, sondern Fakten. Schliesslich hatte Didier bei der Junioren-WM 1996 Gold im Super-G und Bronze im Riesenslalom gewonnen. Also gezeigt, dass in ihm ein Allrounder steckt, der allen Sätteln gerecht wird.

Binnen einer Woche ist Didier jetzt zum Klassiker geworden. Schon nach seinem Wengen-Triumph war er auf einmal mit einer völlig neuen Situation konfrontiert: «Früher hat mich keiner beachtet – in Kitzbühel haben auf einmal alle auf mich geschaut.» Da habe ihn, so gestand er, auch eine ungewohnte Nervosität gepackt.

Er hat sie gemeistert und fährt nun als einer der WM-Mitfavoriten nach Val d’Isere. «Früher hab ich mit einer Medaille spekuliert – jetzt gibt es neue Perspektiven. Ich werde mich aber nicht ­fixieren, es ist sicher nicht meine letzte Weltmeisterschaft.»

Didier Défago und seine Schweizer Teamkollegen aber hoffen vor allem aus einem anderen Grund als der Aussicht auf WM-Edelmetall, dass sie den Siegeszug auf den Pisten verlängern. «Das soll Dani Albrecht zusätzlich Power geben, wieder gesund und der alte zu werden!» Didier Défago hat für sich, Rossignol, die Schweiz, aber auch für das Streif-Sturz­opfer gewonnen. Und so nicht nur Licht, sondern Glanz ins Elend gebracht.»

Die Vergangenheit holte Didier Défago, 30, just am Tag des Triumphes bei der Pressekonferenz ein, wo ihn die Moderatorin den Medien als Didier Cuche präsentierte. Ein freudscher Versprecher aus der Macht der Gewohnheit, die bis dato nur den anderen Didier aus der Westschweiz als (Kitzbühel-)Sieger für möglich gehalten hatte.

Aber Défago trafs nicht, es kostete ihn wie alle anderen nur einen Lacher. «Ich hab mir nie viel aus Rummel gemacht», meinte er. «Es hat mich nie gekränkt, sondern höchstens motiviert, im Schatten anderer Schweizer, ob Cuche oder Kernen oder der jungen Garde, gestanden zu sein.»

Mehr beschäftigte den Romand, dass er die Stunde des Triumphes diesmal mit seinen Liebsten auskosten durfte. Ehefrau Sabine und das 15 Monate alte Töchterchen Alexane erlebten im Unterschied zu Wengen in Kitzbühel den grossen Moment ihres Ehemannes und Papas vor Ort mit. «Im April kommt unser zweites Kind zur Welt. Ich freue mich schon sehr darauf – da gibts dann viel zu tun.»

«Ich gehe sehr
gern fischen»

Es dürfte ganz anderer Stress auf den Walliser aus Morgins warten als jener, den er eben als neuer gefeierter Star der Szene erlebt. Und auch die Hobbys werden dann hinten anstehen müssen. «Ich gehe sehr gern fischen. Und ich spiele auch leidenschaftlich Golf. Jedoch nur mit Handicap 28, ich habe zu wenig Zeit. Aber für die Konzentration ists ganz wichtig.»

Als 30-jähriger Spätzünder erfüllte sich Didier Défago nicht nur den Traum, auf der Streif zu triumphieren. Der Romand schaffte als erst dritter Schweizer nach Roland Collombin (1974) und Franz Heinzer (1992) den klassischen Wengen-Kitzbühel-Doppelpack. Wie der österreichische Super-G-Premierensieger Klaus Kröll so hat sich auch Didier Défago vom Platz- und Podestfahrer, der er lange war, im Blitztempo in einen Sieg­läufer verwandelt.

Zu zweit stellten die früheren Statisten der Topstars die Grössen der Szene in den Schatten. Und machten sie selbst zu Komparsen. «Ich habe stets an mich geglaubt – und ich war ja auch oft genug auf dem Podest oder nahe dran», sagt Didier. Aber ehe er vor Wochenfrist am Lauberhorn zuschlug, hatte er nur einmal ganz oben gestanden – 2003 in Gröden (Super-G).

Als er in Wengen den ersten Abfahrts­triumph genoss, war ihm insgeheim auch der Gedanke gekommen: «Hoffentlich dauerts nicht wieder sechs Jahre bis zum nächsten Sieg!» Jetzt hat er binnen sieben Tagen zweimal gewonnen. Und geht damit in die Annalen ein als einer der ganz Grossen, vor dem sich auch Trainingskollege Marco Büchel, Kitzbühel-Super-G-Sieger 2008, aus Liechtenstein verneigte: «Würd ich Lauberhorn und Streif en suite gewinnen, wäre mir die WM in Val d’Isere schnurzegal. Ganz ­ehrlich – auf dieser Piste hätt ich dem Didier das nie zugetraut.»

Spät, aber doch noch erfüllte sich damit auch die Prognose des einstigen Schweiz-Cheftrainers Dieter Bartsch, der vor mehr als zehn Jahren vorhergesagt hatte: «Aufgepasst – mit Didier Défago haben wir ein Supertalent, da können sich die Österreicher warm anziehen!» Keine leeren Worte, sondern Fakten. Schliesslich hatte Didier bei der Junioren-WM 1996 Gold im Super-G und Bronze im Riesenslalom gewonnen. Also gezeigt, dass in ihm ein Allrounder steckt, der allen Sätteln gerecht wird.

Binnen einer Woche ist Didier jetzt zum Klassiker geworden. Schon nach seinem Wengen-Triumph war er auf einmal mit einer völlig neuen Situation konfrontiert: «Früher hat mich keiner beachtet – in Kitzbühel haben auf einmal alle auf mich geschaut.» Da habe ihn, so gestand er, auch eine ungewohnte Nervosität gepackt.

Er hat sie gemeistert und fährt nun als einer der WM-Mitfavoriten nach Val d’Isere. «Früher hab ich mit einer Medaille spekuliert – jetzt gibt es neue Perspektiven. Ich werde mich aber nicht ­fixieren, es ist sicher nicht meine letzte Weltmeisterschaft.»

Didier Défago und seine Schweizer Teamkollegen aber hoffen vor allem aus einem anderen Grund als der Aussicht auf WM-Edelmetall, dass sie den Siegeszug auf den Pisten verlängern. «Das soll Dani Albrecht zusätzlich Power geben, wieder gesund und der alte zu werden!» Didier Défago hat für sich, Rossignol, die Schweiz, aber auch für das Streif-Sturz­opfer gewonnen. Und so nicht nur Licht, sondern Glanz ins Elend gebracht.»

Die Vergangenheit holte Didier Défago, 30, just am Tag des Triumphes bei der Pressekonferenz ein, wo ihn die Moderatorin den Medien als Didier Cuche präsentierte. Ein freudscher Versprecher aus der Macht der Gewohnheit, die bis dato nur den anderen Didier aus der Westschweiz als (Kitzbühel-)Sieger für möglich gehalten hatte.

Aber Défago trafs nicht, es kostete ihn wie alle anderen nur einen Lacher. «Ich hab mir nie viel aus Rummel gemacht», meinte er. «Es hat mich nie gekränkt, sondern höchstens motiviert, im Schatten anderer Schweizer, ob Cuche oder Kernen oder der jungen Garde, gestanden zu sein.»

Mehr beschäftigte den Romand, dass er die Stunde des Triumphes diesmal mit seinen Liebsten auskosten durfte. Ehefrau Sabine und das 15 Monate alte Töchterchen Alexane erlebten im Unterschied zu Wengen in Kitzbühel den grossen Moment ihres Ehemannes und Papas vor Ort mit. «Im April kommt unser zweites Kind zur Welt. Ich freue mich schon sehr darauf – da gibts dann viel zu tun.»

«Ich gehe sehr
gern fischen»

Es dürfte ganz anderer Stress auf den Walliser aus Morgins warten als jener, den er eben als neuer gefeierter Star der Szene erlebt. Und auch die Hobbys werden dann hinten anstehen müssen. «Ich gehe sehr gern fischen. Und ich spiele auch leidenschaftlich Golf. Jedoch nur mit Handicap 28, ich habe zu wenig Zeit. Aber für die Konzentration ists ganz wichtig.»

Als 30-jähriger Spätzünder erfüllte sich Didier Défago nicht nur den Traum, auf der Streif zu triumphieren. Der Romand schaffte als erst dritter Schweizer nach Roland Collombin (1974) und Franz Heinzer (1992) den klassischen Wengen-Kitzbühel-Doppelpack. Wie der österreichische Super-G-Premierensieger Klaus Kröll so hat sich auch Didier Défago vom Platz- und Podestfahrer, der er lange war, im Blitztempo in einen Sieg­läufer verwandelt.

Zu zweit stellten die früheren Statisten der Topstars die Grössen der Szene in den Schatten. Und machten sie selbst zu Komparsen. «Ich habe stets an mich geglaubt – und ich war ja auch oft genug auf dem Podest oder nahe dran», sagt Didier. Aber ehe er vor Wochenfrist am Lauberhorn zuschlug, hatte er nur einmal ganz oben gestanden – 2003 in Gröden (Super-G).

Als er in Wengen den ersten Abfahrts­triumph genoss, war ihm insgeheim auch der Gedanke gekommen: «Hoffentlich dauerts nicht wieder sechs Jahre bis zum nächsten Sieg!» Jetzt hat er binnen sieben Tagen zweimal gewonnen. Und geht damit in die Annalen ein als einer der ganz Grossen, vor dem sich auch Trainingskollege Marco Büchel, Kitzbühel-Super-G-Sieger 2008, aus Liechtenstein verneigte: «Würd ich Lauberhorn und Streif en suite gewinnen, wäre mir die WM in Val d’Isere schnurzegal. Ganz ­ehrlich – auf dieser Piste hätt ich dem Didier das nie zugetraut.»

Spät, aber doch noch erfüllte sich damit auch die Prognose des einstigen Schweiz-Cheftrainers Dieter Bartsch, der vor mehr als zehn Jahren vorhergesagt hatte: «Aufgepasst – mit Didier Défago haben wir ein Supertalent, da können sich die Österreicher warm anziehen!» Keine leeren Worte, sondern Fakten. Schliesslich hatte Didier bei der Junioren-WM 1996 Gold im Super-G und Bronze im Riesenslalom gewonnen. Also gezeigt, dass in ihm ein Allrounder steckt, der allen Sätteln gerecht wird.

Binnen einer Woche ist Didier jetzt zum Klassiker geworden. Schon nach seinem Wengen-Triumph war er auf einmal mit einer völlig neuen Situation konfrontiert: «Früher hat mich keiner beachtet – in Kitzbühel haben auf einmal alle auf mich geschaut.» Da habe ihn, so gestand er, auch eine ungewohnte Nervosität gepackt.

Er hat sie gemeistert und fährt nun als einer der WM-Mitfavoriten nach Val d’Isere. «Früher hab ich mit einer Medaille spekuliert – jetzt gibt es neue Perspektiven. Ich werde mich aber nicht ­fixieren, es ist sicher nicht meine letzte Weltmeisterschaft.»

Didier Défago und seine Schweizer Teamkollegen aber hoffen vor allem aus einem anderen Grund als der Aussicht auf WM-Edelmetall, dass sie den Siegeszug auf den Pisten verlängern. «Das soll Dani Albrecht zusätzlich Power geben, wieder gesund und der alte zu werden!» Didier Défago hat für sich, Rossignol, die Schweiz, aber auch für das Streif-Sturz­opfer gewonnen. Und so nicht nur Licht, sondern Glanz ins Elend gebracht.»

Die Vergangenheit holte Didier Défago, 30, just am Tag des Triumphes bei der Pressekonferenz ein, wo ihn die Moderatorin den Medien als Didier Cuche präsentierte. Ein freudscher Versprecher aus der Macht der Gewohnheit, die bis dato nur den anderen Didier aus der Westschweiz als (Kitzbühel-)Sieger für möglich gehalten hatte.

Aber Défago trafs nicht, es kostete ihn wie alle anderen nur einen Lacher. «Ich hab mir nie viel aus Rummel gemacht», meinte er. «Es hat mich nie gekränkt, sondern höchstens motiviert, im Schatten anderer Schweizer, ob Cuche oder Kernen oder der jungen Garde, gestanden zu sein.»

Mehr beschäftigte den Romand, dass er die Stunde des Triumphes diesmal mit seinen Liebsten auskosten durfte. Ehefrau Sabine und das 15 Monate alte Töchterchen Alexane erlebten im Unterschied zu Wengen in Kitzbühel den grossen Moment ihres Ehemannes und Papas vor Ort mit. «Im April kommt unser zweites Kind zur Welt. Ich freue mich schon sehr darauf – da gibts dann viel zu tun.»

«Ich gehe sehr
gern fischen»

Es dürfte ganz anderer Stress auf den Walliser aus Morgins warten als jener, den er eben als neuer gefeierter Star der Szene erlebt. Und auch die Hobbys werden dann hinten anstehen müssen. «Ich gehe sehr gern fischen. Und ich spiele auch leidenschaftlich Golf. Jedoch nur mit Handicap 28, ich habe zu wenig Zeit. Aber für die Konzentration ists ganz wichtig.»

Als 30-jähriger Spätzünder erfüllte sich Didier Défago nicht nur den Traum, auf der Streif zu triumphieren. Der Romand schaffte als erst dritter Schweizer nach Roland Collombin (1974) und Franz Heinzer (1992) den klassischen Wengen-Kitzbühel-Doppelpack. Wie der österreichische Super-G-Premierensieger Klaus Kröll so hat sich auch Didier Défago vom Platz- und Podestfahrer, der er lange war, im Blitztempo in einen Sieg­läufer verwandelt.

Zu zweit stellten die früheren Statisten der Topstars die Grössen der Szene in den Schatten. Und machten sie selbst zu Komparsen. «Ich habe stets an mich geglaubt – und ich war ja auch oft genug auf dem Podest oder nahe dran», sagt Didier. Aber ehe er vor Wochenfrist am Lauberhorn zuschlug, hatte er nur einmal ganz oben gestanden – 2003 in Gröden (Super-G).

Als er in Wengen den ersten Abfahrts­triumph genoss, war ihm insgeheim auch der Gedanke gekommen: «Hoffentlich dauerts nicht wieder sechs Jahre bis zum nächsten Sieg!» Jetzt hat er binnen sieben Tagen zweimal gewonnen. Und geht damit in die Annalen ein als einer der ganz Grossen, vor dem sich auch Trainingskollege Marco Büchel, Kitzbühel-Super-G-Sieger 2008, aus Liechtenstein verneigte: «Würd ich Lauberhorn und Streif en suite gewinnen, wäre mir die WM in Val d’Isere schnurzegal. Ganz ­ehrlich – auf dieser Piste hätt ich dem Didier das nie zugetraut.»

Spät, aber doch noch erfüllte sich damit auch die Prognose des einstigen Schweiz-Cheftrainers Dieter Bartsch, der vor mehr als zehn Jahren vorhergesagt hatte: «Aufgepasst – mit Didier Défago haben wir ein Supertalent, da können sich die Österreicher warm anziehen!» Keine leeren Worte, sondern Fakten. Schliesslich hatte Didier bei der Junioren-WM 1996 Gold im Super-G und Bronze im Riesenslalom gewonnen. Also gezeigt, dass in ihm ein Allrounder steckt, der allen Sätteln gerecht wird.

Binnen einer Woche ist Didier jetzt zum Klassiker geworden. Schon nach seinem Wengen-Triumph war er auf einmal mit einer völlig neuen Situation konfrontiert: «Früher hat mich keiner beachtet – in Kitzbühel haben auf einmal alle auf mich geschaut.» Da habe ihn, so gestand er, auch eine ungewohnte Nervosität gepackt.

Er hat sie gemeistert und fährt nun als einer der WM-Mitfavoriten nach Val d’Isere. «Früher hab ich mit einer Medaille spekuliert – jetzt gibt es neue Perspektiven. Ich werde mich aber nicht ­fixieren, es ist sicher nicht meine letzte Weltmeisterschaft.»

Didier Défago und seine Schweizer Teamkollegen aber hoffen vor allem aus einem anderen Grund als der Aussicht auf WM-Edelmetall, dass sie den Siegeszug auf den Pisten verlängern. «Das soll Dani Albrecht zusätzlich Power geben, wieder gesund und der alte zu werden!» Didier Défago hat für sich, Rossignol, die Schweiz, aber auch für das Streif-Sturz­opfer gewonnen. Und so nicht nur Licht, sondern Glanz ins Elend gebracht.»

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