WM-Boxkampf Zürich feiert seinen «Champion der Herzen»

Titel für Walujew, Sympathien für Holyfield.

Alles ist in der Schweiz ein bisschen seriöser. Auf Zuhälter-Gestalten mit fetten Goldketten um Hals und Handgelenk wartete man vergebens. «Wir sind fast etwas enttäuscht, dass die Ambiance so gar nichts Anrüchiges hat», sagte Baschi.

Der Musiker und seine Freundin Katy Winter kamen nämlich vor allem wegen des einschlägigen Boxpublikums. Ex-Miss Amanda Ammann hat mit Boxen wenig am Hut. «Aber auf diese Typen habe ich mich gefreut.

Natürlich jubelte auch ich für Aussenseiter Holyfield, aber Walujew hat mir am Ende leidgetan. Die Pfiffe fand ich nicht nett.» Schauspieler Heiner Lauterbach genoss den Abend: «Die Reise von München hierher hat sich gelohnt, auch wenn mich mehrere Staus nervten.» Er konnte das Verdikt für Walujew im Gegensatz zu den meisten Zuschauern akzeptieren.

Für die war Holyfield der gefühlte Sieger. Statt eines nächtlichen Streifzugs durch Zürich bevorzugten Lauterbach und sein Kumpel, Kampf- promotor Wilfried Sauerland, die späte Rückkehr ins Hotel Renaissance. Ein bisschen Nightlife hatte es ja im Hallenstadion schon gegeben.


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