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Savage x Fenty hat Ärger

Werden Plus-Size-Kundinnen von diesem Design diskriminiert?

Eigentlich steht Rihannas Unterwäschelabel ja für Diversität und Body Positivity. Warum aktuell trotzdem ein heftiger Shitstorm wütet?

Savage X Fenty Plus Size

Der «Hearts Bralette» aus Rihannas aktueller Savage x Fenty Kollektion ist von Grösse S bis 3X erhältlich.

savagex.com

Bunt, transparent und vor allem eins: sexy. So lässt sich die Valentinskollektion des Brands Savage x Fenty beschreiben. Besonders cool daran? Genau wie bei Rihannas anderen Projekten – wir erinnern uns an die 50 verschiedenen Foundationtöne bei Fenty Beauty – spricht sie damit nicht nur eine kleine, spezifische Kundengruppe an, sondern ALLE. Im Fall der Dessous-Kollektion werden ihre Fans von Grösse S bis 3XL fündig. Auf der zugehörigen Website erklärt Rihanna: «Wir wollen, dass Menschen gut aussehen und sich wohlfühlen.»

So weit, so gut. Damit sollte Riri ihre Fans ja eigentlich glücklich stimmen. Und trotzdem …

Bei den Designs der Standard- und Plus-Size-Grössen gibt es bei der aktuellen Valetinskollektion leider einige Abweichungen. Und die Plus-Size-Kundinnen fühlen sich diskriminiert. Losgetreten wurde der digitale Shitstorm von diesem Twitterpost:

Im Gegensatz zur S- bis XL-Variante, besteht die 1X bis 3X aus, nun ja, etwas mehr Stoff. Sprich: Statt Balconette-Bralette mit sexy Schnüren dürfen die Kundinnen mit grösserem Busen nur eine verhältnissmässig langweilige Version des «Hearts Bralette» anlegen. Das passt Alysse Dalessandro, der Verfasserin des Posts, gar nicht. Sie ist der Meinung, dass das sexy Standardesign genauso gut für grössere Brüste infrage kommt. Nachdem der Shitstorm einmal entfacht war, nahm die Twittergemeinde nicht nur Riri's Valentinskollektion, sondern ihr gesamtes Sortiment unter die Lupe. Und wer suchet, der findet in der Regel.

Das Sexiness-Level der Standard- vs. Plus-Size-Grössen wird von empörten Usern als extrem abweichend beschrieben. Was beim Fotovergleich auffällt? Der Stoffanteilt fällt bei den verschiedenen Konfektionsgrössen tatsächlich ziemlich unterschiedlich aus. 

Aber Rihanna und diskriminieren? Und dann noch ihre Plus-Size-Kundinnen, die sie via Social Media regelmässig stolz zur Schau stellt? Eher unwahrscheinlich. Um grossen Busen genauso viel Halt zu gewähren wie kleinen, muss nun mal etwas mehr Stoff her. Ob das Design sich wie im Fall des «Hearts Bralette» so stark verändern muss, sei zwar infrage gestellt, Riri meint es jedoch sicher nicht böse.

Von Denise Kühn am 15. Januar 2019