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  4. Zoë Kravitz spielt Catwoman neben Robert Pattinson in Batman

Zoë Kravitz ist Catwoman

Diesen Superheldinnen verdanken wir Girl Power

Stellt euch mal eben zwei Katzenöhrchen vor. Passt, oder? Nach Halle Berry, Michelle Pfeiffer und Anne Hathaway ist Zoë Kravitz die neue Catwoman. Weil Batman 'ne bad ass Frau an seiner Seite braucht. Welche Superheldinnen uns von wackligen Kindesbeinen an den sturen Kopf verdreht haben, lest ihr hier.

NEW YORK, NEW YORK - MAY 06: Zoe Kravitz attends The 2019 Met Gala Celebrating Camp: Notes on Fashion at Metropolitan Museum of Art on May 06, 2019 in New York City. (Photo by Neilson Barnard/Getty Images)

Miau.

Getty Images

Ein Superheld kommt ja selten allein. Auch ein Robert Pattinson nicht. In «Twilight» taumelte er käsebleich glitzernd vor Liebe für sein schmachtendes Menschlein Kristen Stewart durchs Sonnenlicht, in «Harry Potter und der Feuerkelch» überlebte er sein French Girl Clémence Poésy nicht. Auch wenn es im ersten Moment ziemlich cool klingt, dass der 33-jährige Robbie nun in Matt Reeves «The Batman» die jüngste Fledermaus aller Zeiten spielen wird, haben wir hier 'ne viel coolere Nachricht für euch: Vielleicht habt ihr es schon mitbekommen, aber Zoë Kravitz wird ihm als Katzenlady die Show stehlen.

Nun ist Catwoman nicht unbedingt die beliebteste Superheldin. Sexy Femme Fatale halt. Aber jetzt mal Lack und Leder beiseite: Kramt ganz tief in eurem Inneren – wer war die erste Superheldin, die ihr gern gewesen wärt? Die ihr für ihre Stärke bewundert habt, für ihre Zauberkräfte, für ihren Look, der immer sass, wie hart der Kampf auch sein mochte? Wir haben mal in der Redaktion rumgefragt. Bitteschön:

Malin, warum wärst du gerne grün?

Als ich noch klein war, schaute mein Papa mit mir sämtliche Sci-Fi-Superhelden-Filme, die so auf dem Markt waren – seitdem habe ich eine grosse Schwäche für die «X-Men», die «Fantastic Four» und, auch wenn ich mittlerweile nicht mehr zehn bin und meine Filmauswahl selbst bestimmen kann, ebenfalls für die «Guardians of the Galaxy». Meine absolute Heldin im Film: Gamora. Die grüne Ausserirdische erinnerte mich direkt an Shego (wisst ihr noch, die Widersacherin von Kim Possible? Auch so ein Crush von mir), gehört aber (die meiste Zeit) zu den Guten, ist super stark, super schnell und enorm daran beteiligt, dass unsere Galaxie weiterhin existiert. Und wird von der wunderschönen Zoe Saldana gespielt, von der ich mir sicher bin, dass alles auch auf sie zutrifft. Auf mich hingegen – nicht so ganz. Dafür muss ich allerdings auch nicht regelmässig vier (!) Stunden in der Maske sitzen, um mich in einen schönen Alien zu verwandeln. Es hat alles seine Vor- und Nachteile.
Malin Mueller, Online Editor

Denise, wie viel kann ein kurzer Rock?

«Ich kämpfe für Liebe und Gerechtigkeit. Ich bin Sailor Moon und im Namen des Mondes bestrafe ich dich!» Noch Fragen? Die japanische Anime-Figur war rückblickend nicht gerade grundlos meine Lieblingsheldin im Kindesalter. Zusammen mit Katze Luna (ich besass sogar ein Stoff-Exemplar) und ihren Freundinnen Neptune und Uranus (in der japanischen Originalfassung verkörperten die übrigens ein lesbisches Paar, hierzulande wurde das abgeändert – buh!), bekämpfte sie das Böse auf der Welt. Das Beste daran? Der Comic etablierte die erste wirkliche weibliche Heldin im Westen. Neben all den Batmans und Spider-Mans, räumte die schöne Kriegerin in den 1990ern mal ordentlich mit Klischees auf – auch wenn Kritiker sie gleichzeitig wieder nur auf ihre Kleider reduzieren mochten. Jetzt mal ehrlich, wer sich damals über den Minirock von Sailor Moon aufregte, ist heute genau der, der sich bei Emily Ratajkowskis Kampf um Gleichberechtigung lediglich auf die Tatsache beschränkt, dass sie dabei selten einen BH trägt. Mir hat der Anime schon damals gezeigt: Girl Power kennt weder Grenzen noch Dresscodes. Achja, und natürlich, dass wir Frauen alles schaffen können, was wir wollen. In diesem Sinne: «Du kannst es tun, oooh Sailor Moon (Ich, Ihr, wir)!»
Denise Kühn, Online Editor

Jana, woher kommt die Vorliebe für Apéro und Esoterik?

Die gebrochene Superheldin mit der harten Schale, hinter der sich tief im Innern ein weicher Kern versteckt – sehr tief. Aus ihren Augen spricht Wut und Verzweiflung. Schwäche? Würde sie nie zugeben. Jessica Jones lässt niemanden an sich heran und betäubt ihre Zerbrechlichkeit und vergangenen Traumata mit viel Alkohol. Oder versucht es zumindest. Hin und wieder offenbart sie ihre feinfühlige Seite. Denn nachdem sie sich aus den Klauen ihres Ex-Liebhabers befreien konnte, der ihre Kräfte für Gewalttaten missbraucht hatte, taucht sie als unscheinbare Privatdetektivin unter. Ihre übermenschliche Stärke und unglaubliche Sprungkraft setzt sie nur noch im Notfall ein und ausschliesslich zum Wohle der Menschheit. Eine Heldin, die einen in die Abgründe der menschlichen Seele blicken lässt und mich sofort in den Bann gezogen hat.
Jana Giger, Praktikantin Style Online

Linda, warum wirst du bei Glitzer, Pferden und gestählten Abs schwach?

Ich bin früher vorm Fernseher geklebt und habe «He-Man» geglotzt. Ich muss zugeben, der solarium-orangefarbene Stripperboy mit Topfschnitt war selbst auch nicht übel, aber eigentlich habe ich immer auf seine Zwillingsschwester gewartet, die anfangs nur sporadisch da war. Irgendwann wurde die ganze «Masters of the Universe»-Sache rund um den Tiger-reitenden He-Man ausweitet, um auch Mädchen anzusprechen (als hätten He-Mans Muskeln nicht schon gereicht). Ich bin natürlich jubelnd drauf reingefallen. She-Ra, ihres Zeichens Princess of Power, kam mit Adora (ihrer Tarnidentität als Kommandantin der Armee des Diktators Hordak) und ihrem ängstlichen Hengst Spirit um die Ecke und ich war obsessed. Ich sags euch, wenn die ihr Zauberschwert in die Luft streckte (sie stand dabei zufälligerweise immer vor einem Felsen oder einer Höhle) ... Auch heute kriege ich Gänsehaut bei diesen heroischen Momenten aus dem Jahre 1989 – wenn gleissende Feuerwerkskörper aus der Klinge schiessen und ein Todestanz des Lichts ihren Körper umhüllt, sie erhaben «I AM SHE-RA» brüllt, plötzlich Umhang trägt und ihr Pony zum geflügelten Einhorn Swift Wind mit mehr Schmackes wird. Ich habe diese Szene oft nachgespielt. Verwandelt habe ich mich nie. Glaube ich.
Linda Leitner, stv. Channel-Leitung

Lara, warum heisst du eigentlich so?

Wenn Hollywood-Sternchen Angelina Jolie sich die lange Mähne zu einem hohen Zopf bindet und im Tarnoutfit mit dreckigen Armen über Felsen klettert, dann geht nicht nur der Männerwelt das Herz auf. Ich bekenne mich: Ich bin ein Lara-Croft-Fangirl (und zwar nicht nur, weil ich gleichzeitig an Brad Pitt in «Mr. & Mrs. Smith» denke). Sie ist mutig, geschickt und eine absolute Einzelkämpferin, die genau weiss, wem sie vertrauen kann – nämlich einzig und allein ihrem Instinkt. Nebenbei erinnert sie mich an meine erste und einzige Playstation, auf der ich jeweils «Tomb Raider» gamen und mich total in der Rolle der heldenhaften Schönheit verlieren konnte. Lara zeigte mir schon damals, dass man als intelligente Frau vielem überlegen ist und alles schaffen kann – ein echter Booster für das Selbstbewusstsein jedes Mädchens. Und weil diese Frau auch noch mit dem gleichen Vornamen wie ich durch die Welt marschiert, ist es seit dem ersten Knopfdruck auf dem Playstation-Controller um mich geschehen.
Lara Zehnder, Volontärin Style Online

Laura, mit wem knutschst du bevorzugt?

Buffy 4 life! Die war nämlich genau nach meinem Geschmack: ein bisschen zynisch, ein bisschen schlecht gelaunt, hatte ständig fiesen Liebeskummer, dafür eine Handvoll richtig gute Freunde und hat ganz nebenbei völlig furchtlos böse Typen verkloppt. Gefällt mir gut. Bis heute. Ausserdem wusste Buffy damals schon, dass es cool ist, mit Vampiren zu knutschen – guten wie bösen – und dass Haarspangen, Cardigans, Leo-Print und Lederjacken in jeden gut sortierten Kleiderschank gehören. Ich glaub, es wird mal wieder Zeit zum Re-Watchen.
Laura Scholz, Channel-Leitung

Von Style am 15.10.2019